COP23 – Bonn leuchtet – Bonn blamiert sich vor der Welt


Bildmontage: HF

01.11.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW 

 

Von Bündnis:  „Schluss mit dem faulen Zauber - No-Climate-Change“

Die Stadt Bonn bereitet für das Auftaktwochenende vor COP 23, vom 3. bis zum 5. November, eine dreitägige Veranstaltung "Bonn leuchtet" mit verkaufsoffenem Sonntag vor. Die Innenstadt soll dabei quietschbunt ausgeleuchtet werden,  Kommerzrummel kurz vor Disney-World-Niveau. Sponsoren aus der Wirtschaft werden zur Finanzierung der Veranstaltung gesucht. Gefunden hat sich unter anderem das "Porsche Zentrum Bonn", ein Händler von Fahrzeugen mit beson-ders hohem CO2 Ausstoß. Präsentiert wird das Ganze durch MC Donalds, ein Unternehmen, dass eher für seinen Verpackungsmüll als für ein nachhaltiges Geschäftsmodell bekannt ist.

Die Delegierten der montags darauf beginnenden Weltklimakonferenz würden die Innenstadt besuchen, hieß es zur Begründung in der entsprechenden Vorlage für die Bezirksvertretung Bonn. Die Stadtverwaltung scheint zu glauben, dass möglichst viel überflüssiger Stromverbrauch ein adäquates Rahmenprogramm für diese Gäste darstellt. Sie kommen vielfach aus Ländern, die wortwörtlich ge-gen den eigenen Untergang kämpfen, in denen es seit Jahren nicht ausreichend regnet oder die unterdessen alljährlich von den verheerenden Folgen immer stärkerer Stürme betroffen sind. Von einem "starken Signal" an die internationa-len Gäste, schreibt das citymarketing bonn trotz all dem, und meint damit, dass sie die Bonner Innenstadt dieses Jahr "klimaneutral" zum Leuchten bringen will.

"Das aber ist aber genau kein nachhaltiger Klimaschutz", sagt Hanno Raußen-dorf, vom Bonner Bündnis "Schluss mit dem faulen Zauber", das am 11.11. eine Klimademonstration zum WCCB organisiert. "Selbst wenn die Veranstaltung ausschließlich mit Natur Strom betrieben wird und anfallende Emissionen aus-geglichen werden - ein nachhaltiger, zukunftsfähiger Lebensstiel bedeutet eben weniger Konsum und weniger Energieverbrauch und keine Stromverschwen-dung mit Ablasshandel für die angerichteten Schäden. Nur so werden wir das Klima retten. Die Stadt Bonn blamiert sich hier vor der Welt."







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