Weltklimakonferenz in Bonn - Kein Druck, aber für die Rettung des Klimas geht so langsam die Zeit aus.

03.11.17
UmweltUmwelt, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

DIE LINKE. NRW unterstützt die Proteste im Zusammenhang mit dem UN-Klimagipfel COP 23 in Bonn. Wir rufen unsere Mitglieder und Sympathisierenden zur Teilnahme an der Demonstration „Klima schützen – Kohle stoppen!“ am 04.11.2017 in Bonn auf. Wir rufen ebenfalls zur Teilnahme und Unterstützung der Aktionen des zivilen Ungehorsams von Bündnissen wie „Ende Gelände“ auf, die im zeitlichen Umfeld dazu im Rheinland stattfinden.

„Fünfundzwanzig Jahre nach Entstehung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) steigt die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre schneller denn je“, konstatiert Hanno Raußendorf, Klimaaktivist und Mitglied im Landesvorstand von DIE LINKE. NRW anlässlich der bevorstehenden 23. Vertragsstaatenkonferenz (COP 23) in Bonn und sagt über die Aufgaben der Delegierten: „Kein Druck, aber für die Rettung des Klimas geht so langsam die Zeit aus. Da ist eine komplettes viertel Jahrhundert vertrödelt worden. Wenn wir in diesem Tempo weiter machen, dann bekommen wir die weltweite Klimakatastrophe in den nächsten Jahrzehnten.“

Wichtig sei, das 1,5 Grad Ziel im Vertrag von Paris ernst zu nehmen. Fidschi, das die Präsidentschaft über COP 23 führt, ist Mitglied im „Climate Vulnerable Forum“, einem Zusammenschluss von etwa 50 Staaten, die besonders vom Klimawandel betroffen sind und die strikte Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad fordern. Einige von ihnen drohen schon bei einer Erwärmung von nur zwei Grad im Meer zu versinken. „Die nationalen Klimaziele der Vertragsstaaten müssen deutlich nachgebessert werden und die Bonner Konferenz muss dafür die Weichen stellen. Bislang reichen die abgegebenen Verpflichtungen der Länder, selbst wenn alles gut geht, lediglich dafür, die Erwärmung auf 3 Grad zu begrenzen,“ so Hanno Raußendorf weiter.

„Wir müssen aber auch in NRW endlich unsere Hausaufgaben machen,“ fügt er hinzu, „klimatechnisch ist NRW Entwicklungsland. Während Bundesweit der Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion bereits bei über 30 % liegt, schaffen wir hier mal gerade schlappe 10%, Im vergangenen Jahr haben wir rund die Hälfte mit dem Klimakiller Braunkohle produziert. DIE LINKE. NRW fordert deshalb einen Plan zum sofortigen und sozial abgesicherten Ausstieg aus der Braunkohle.“







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