Ärzte gegen Tierversuche zum Welttierschutztag: Jetzt Weichen für Ausstieg aus Tierversuch stellen!


01.10.17
UmweltUmwelt, Bewegungen 

 

Von Ärzte gegen Tierversuche

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober und der neuen Regierungsbildung fordert die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche erneut eine umfassende Strategie zum Ausstieg aus dem Tierversuch zugunsten der tierversuchsfreien Forschung. Die Niederlande haben diesen Fortschritt bereits eingeleitet und Deutschland dürfe den Anschluss nicht verpassen.

In den Wahlprüfsteinen des Ärztevereins betont CDU/CSU zwar die Abschaffung von Tierversuchen als ihr langfristiges Ziel, benennt jedoch weder Ausstiegszeitpunkt noch zielführende Maßnahmen. Es soll weiter an den „3R“ festgehalten werden, die für Tierversuche reduzieren, ersetzen, verfeinern stehen. „Das 3R-Konzept stellt den Tierversuch als Methode aber gar nicht in Frage, sondern er soll lediglich etwas modifiziert werden. Dabei sind Tierversuche nicht nur grausam, seit Jahren belegen immer mehr wissenschaftliche Studien ihr gefährliches Versagen“, kritisiert Dr. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche, „So ist die neue Bundesregierung gefordert, strategisch das Ende der Tierversuchs-Ära einzuleiten und eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Forschung voranzutreiben. Die Niederlande machen bereits vor, wie es gehen kann.“

Die Niederlande wollen bis 2025 führend auf dem Gebiet der tierversuchsfreien Forschung werden und haben ein Strategiepapier zum Ausstieg aus der tierexperimentellen Forschung erarbeitet. Auf gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche wie die Prüfung von Chemikalien oder Impfstoffen soll demzufolge bis 2025 vollständig verzichtet werden, für andere Bereiche wie Grundlagenforschung gibt es einen Abbauplan.

Wiederholt kritisiert der Ärzteverein zudem die seit Jahren steigenden Tierversuchszahlen, laut Bundesstatistik mussten 2015 rund 2,8 Millionen Tiere in Versuchen leiden. „Die tatsächlichen Zahlen sind noch viel höher, hinzu kommen sogenannte Ausschusstiere aus Genmanipulationen und auf „Vorrat“ gezüchtete, die ungezählt getötet werden. Nach unseren Berechnungen sterben jährlich etwa 8 Millionen Tiere“, betont Gericke.







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