BAYER-Hauptversammlung: Gegenantrag zu PCB-Vergiftungen eingereicht


Coordination gegen BAYER-Gefahren

01.03.14
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Bewegungen, News, Leverkusen 

 

von Coordination gegen BAYER-Gefahren

BAYER-Bilanzpressekonferenz in Leverkusen: Kritiker reichen Gegenantrag zu PCB-Ver- giftungen ein

Die BAYER AG veröffentlichte heute ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2013. Parallel dazu reichte die Coordination gegen BAYER-Gefahren einen Gegenantrag zur Hauptversammlung des Konzerns ein.

Darin fordern die Kritiker, dass sich das Unternehmen an den Sanierungskosten PCB- kontaminierter Gebäude beteiligt und einen Fonds für gesundheitlich Geschädigte auflegt.

BAYER hat die giftige Substanzklasse mehr als ein halbes Jahrhundert lang produziert. Philipp Mimkes vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG):
„Die Hersteller, vor allem die Firmen MONSANTO und BAYER, haben die Gefahren von Polychlorierten Biphenylen jahrzehntelang vertuscht. Damit tragen sie Mitverantwor- tung für Tausende von Vergiftungsfällen. Es wird höchste Zeit, dass die Produzenten einen Teil der ungeheuren Sanierungs- und Behandlungskosten übernehmen.“
Vertreter der CBG werden die Forderungen auch in der BAYER-Hauptversammlung am 29. April in Köln vorbringen.

Weltweit wurden von 1930 bis 1990 rund 1,3 Millionen Tonnen PCB produziert. Die Che- mikalien kamen u. a. in Elektrogeräten, Fugendichtungen, Lacken und Bodenbelägen zum Einsatz. Mit 160.000 Tonnen, rund 12 Prozent der Gesamtproduktion, war BAYER der zweitgrößte Hersteller. Als die USA im Jahr 1977 die Herstellung von PCB verboten, sprang die BAYER AG in die Bresche und steigerte ihre jährliche Produktion von 6.000 auf 7.500 Tonnen. Erst 1983 stellte BAYER als letzte westliche Firma die Herstellung ein.

Polychlorierte Biphenyle können das menschliche Hormonsystem, das Nervensystem und das Immunsystem schädigen, Schilddrüse, Leber und Nieren angreifen und zu Unfrucht- barkeit führen. Die Weltgesundheitsorganisation hat PCB in die Liste krebserzeugender Stoffe der Kategorie 1 eingestuft.

PCB werden besonders im Fettgewebe und in der Muttermilch nachgewiesen. Bei gestill- ten Säuglingen kann die Aufnahme um den Faktor 50 bis 100 über der von Erwachsenen liegen. Toxikologen fanden Hinweise darauf, dass die Belastung im Mutterleib zu schwe- ren neurologische Schäden führen kann. Umwelt-Mediziner/innen bezeichnen jedes 20. Kind als hoch belastet.

Weltweit existieren über drei Millionen Tonnen PCB-kontaminiertes Öl und PCB-belastete Geräte. Die Kosten für Verpackung, Transport und Zerstörung betragen pro Tonne zwi- schen 2.000 und 5.000 Dollar, was Ausgaben von bis zu 15 Milliarden Dollar bedeutet. Noch höhere Kosten verursacht die Sanierung vergifteter Gebäude.
So wurden in Deutschland allein in Fugendichtungen rund 20.000 Tonnen PCB verbaut. Mehr als die Hälfte davon befindet sich bis heute in der Bausubstanz.

Wegen der bisherigen Weigerung des Konzerns, sich an den Entsorgungskosten zu be- teiligen, fordert die Coordination gegen BAYER-Gefahren eine nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Interessenten und Betroffene sind herzlich eingeladen, an den Aktionen am 29. April in Köln teilzunehmen. Rückfragen: Tel 0211 – 333 911 oder CBGnetwork@aol.com

Informationen zur PCB-Kampagne:
www.cbgnetwork.org/5402.html

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Beirat
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln
Prof. Jürgen Junginger, Designer (i.R.), Krefeld
Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler, Frankfurt/M.
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Dr. Angela Spelsberg, Leiterin Tumorzentrum, Aache


VON: COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN






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