60 Jahre nach der Majak-Katastrophe: Kundgebung am 30.09.2017 in Hannover – weitere Proteste im Oktober


Bildmontage: HF

28.09.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, Niedersachsen 

 

Von BBU

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erinnert an den 60. Jahrestag einer der bisher schwersten Atomkatastrophen. Sie ereignete sich am 29. September 2017 in Majak, in der ehemaligen Sowjetunion. Umweltgruppen wollen am Samstag

(30.09.2017) mit einer Kundgebung in Hannover an die Katastrophe erinnern. Die Aktion, die auch vor den aktuellen Gefahren der Atomenergie warnen soll, beginnt um 12 Uhr auf dem Opernplatz in Hannover.

Am 29. September 1957 führte in Majak eine Explosion zur Freisetzung großer Mengen radioaktiver Stoffe. Sie verteilten sich auf eine Fläche von über 20.000 Quadratkilometer. Erst nach etwa einer Woche wurde ein Teil der betroffenen Bevölkerung evakuiert. Acht Monate später wurden weitere Personen umgesiedelt. Anders als bei der Tschernobyl-Katastrophe

(1986) waren die Folgen der radioaktiven Niederschläge der Majak-Katastrophe nicht so global zu spüren. So konnte die Katastrophe auch bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts weitgehend vertuscht werden. http://www.atomunfall.de/1957-Majak-Kyschtym-Sowjetunion.shtml

Der BBU kritisiert, dass trotz der katastrophalen Warnungen von Majak, Tschernobyl und Fukushima noch immer Atomkraftwerke und sonstige Atomanlagen betrieben werden. Der Verband setzt sich international für den sofortigen Atomausstieg ein und spannt dabei einen umfassenden Bogen. Nach Angaben von BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz ist es „nicht hinnehmbar, dass beispielsweise in Afrika weiterhin Uran für den Betrieb gefährlicher Atomkraftwerke in aller Welt abgebaut wird, für deren Atommüll es weltweit keine sicheren Lagerplätze gibt“.

Kundgebung Samstag in Hannover

Mit einer Kundgebung am Samstag (30.09.2017) soll in Hannover ab 12 Uhr auf dem Opernplatz an die Majakkatastrophe erinnert und vor den Gefahren der Atomkraft gewarnt werden. Zur Teilnahme rufen besonders Umweltgruppen aus dem Großraum Hannover auf. Bei der Kundgebung sind folgende Redebeiträge vorgesehen:

Peer Höcker (BUND Region Hannover)

Vladimir Slivyak (Ecodefence, Russland)

Peter Dickel (Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad) Kerstin Rudek (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg) Hans-Peter Leiding (Kläger im Verfahren gegen das Land Niedersachsen / Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde) Joachim Müller-Blanck (Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten)

Weitere Informationen dazu unter http://region-hannover.bund.net

 

Oktober: Proteste an der UAA Gronau und am AKW Grohnde

Am Sonntag (1. Okt. 2017) treffen sich traditionell – wie an jedem 1. Sonntag im Monat um 14 Uhr – Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner aus der Bundesrepublik und aus den Niederlanden zum Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage Gronau. Die Anlage befindet sich in Westfalen in unmittelbarer Nähe zu Niedersachsen. Auch für diese Anlage, für die es keine Laufzeitbegrenzung gibt, fordert die Anti-Atomkraft-Bewegung die sofortige Stilllegung.

http://www.enschedevoorvrede.nl

Und auch für den 21. Oktober wird bereits jetzt eine Anti-Atomkraft-Aktion vorbereitet, die ebenfalls im Grenzbereich von Niedersachsen und NRW stattfinden wird. Sie beginnt um 11.59 Uhr am Atomkraftwerk Grohnde. Bisher fordern 17 Kommunen und Landkreise von der Bundesregierung sowie vom Land Niedersachsen die beschleunigte Stilllegung des AKW Grohnde, davon 14 in Ostwestfalen-Lippe (OWL / NRW), in Niedersachsen bisher die Stadt Göttingen, der Landkreis Göttingen sowie die Stadt Bad Pyrmont.

http://www.grohnde-kampagne.de/termine

 







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz