Vor dem Besuch der Kanzlerin in Lingen: 500 demonstrieren „im Atomzentrum“ für den sofortigen Atomausstieg


Bildmontage: HF

10.09.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, Niedersachsen 

 

Von BBU

Im Vorfeld des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (13.9.) in Lingen haben rund 500 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner am Samstag (9.9.) im „Atomzentrum Lingen“ für den sofortigen Atomausstieg und gegen die weitere Atommüllproduktion demonstriert. Mit der Protestaktion wurde den Forderungen nach Stilllegung des AKW Lingen 2 und der Brennelementefabrik in Lingen, sowie der Forderung nach dem weltweiten Atomausstieg, Nachdruck verliehen. Am Mittwoch wird anlässlich des Besuchs der Kanzlerin in Lingen von 16 – 19 Uhr auf dem Lingener Marktplatz eine Anti-Atomkraft-Mahnwache stattfinden. Und am Dienstag (12.9.) beginnt in Lingen um 10 Uhr ein Erörterungstermin, bei dem die Verlängerung einer wasserrechtlichen Genehmigung zum Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 auf der Tagesordnung steht. „Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel muss den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 und der international verstrickten Lingener Brennelementefabrik unterbinden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Die Demonstration am Samstag stand unter dem Motto: „Uranfabriken in Lingen und Gronau schließen! Brennstoff-Exporte verbieten!

Atomkraftwerke abschalten!“ Zwei Wochen vor der Bundestagswahl wurde mit der Demonstration erneut das Thema „Atomausstieg“ in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt. Zur Teilnahme an der Aktion hatten zahlreiche Initiativen und Verbände aufgerufen, u. a. auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

In den Kundgebungsreden zu Beginn und am Ende der Demonstration wurden die vielfältigen Gefahren jeglicher Atomenergienutzung unterstrichen, angefangen bei den nicht hinnehmbaren Folgen des Uranabbaus bis hin zur Problematik der ungelösten Atommüllentsorgung. Zudem wurde vielfach angeprangert, dass es für die Uranfabriken in Lingen und in Gronau, die Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke im In- und Ausland produzieren, unbefristete Betriebsgenehmigungen gibt.

An der Demonstration beteiligten sich viele Menschen aus Lingen und aus dem Emsland, aber auch aus NRW. Beteiligt waren zudem Anti-Atomkraft-Initiatitiven aus den Niederlanden sowie aus Belgien. Und einige Beteiligte hatten sogar den weiten Weg aus Russland und aus dem Niger nicht gescheut, um in Lingen vor den Gefahren der Atomenergie zu warnen. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bedankt sich bei allen Aktiven, die sich bei der Planung und Durchführung der Demonstration eingebracht haben.

 

Umfassende Informationen zur Anti-Atomkraft-Demonstration unter www.lingen-demo.de







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