Erörterungstermin: Minister Wenzel soll AKW Lingen 2 „das Wasser abgraben“


Bildmontage: HF

08.09.17
UmweltUmwelt, Niedersachsen, Bewegungen 

 

Von BBU

Samstag (9.9.2017) Demonstration in Lingen

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass das Atomkraftwerk Emsland (AKW Lingen 2) für seinen Weiterbetrieb neue wasserrechtliche Genehmigungen benötigt. Privatpersonen, Bürgerinitiativen und auch der BBU haben allerdings gegen die Erteilung neuer Genehmigungen Einsprüche erhoben.

Diese sollen nun im September bei zwei Erörterungsterminen in Lingen erörtert werden. BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz fordert, dass der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel die wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren zur Chefsache macht und dafür Sorge trägt, dass dem Weiterbetrieb des AKW quasi „das Wasser abgegraben wird“. Am Samstag (9.9.) findet in Lingen eine Anti-Atomkraft-Demonstration statt, die um 13 Uhr am Bahnhof Lingen beginnt.

Die bisherigen wasserrechtlichen Genehmigungen für den Betrieb des AKW Lingen 2 laufen in wenigen Monaten aus, während das AKW nach den offiziellen Plänen noch bis Ende 2022 am Netz bleiben soll. In den Genehmigungen ist die bisherige Wasserentnahme aus dem Dortmund-Ems-Kanal sowie aus dem Speicherbecken bei Geeste für den Betrieb des AKW Lingen 2 geregelt. „Die noch amtierende rot-grüne Landesregierung soll den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 über das Wasserrecht ausbremsen“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Buchholz.

Die Erörterungstermine beginnen am 12. September bzw. am 18. September jeweils um 10 Uhr in der Halle IV in Lingen, Kaiserstraße 10 a. Bei Bedarf werden sie an den Folgetagen fortgesetzt, also am 13. bzw. am 19.

September. Die Termine sind nicht öffentlich, es können nur Personen teilnehmen, die Einsprüche oder Stellungnahmen bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eingereicht haben; zuständig ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Der BBU weist aber darauf hin, dass eine Teilnahme auch mit Vollmachten ermöglicht werden kann. Wer sich von dem AKW Lingen 2 und von den Auswirkungen der wasserrechtlichen Genehmigungen betroffen fühlt, kann sich zum Informationsaustausch bei BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz unter 02562-23125 oder udo.buchholz@bbu-bonn.de, sowie beim BBU in der Geschäftsstelle unter 0228-214032 melden.

Morgen (9.9.) Demonstration in Lingen

Der Atomstandort Lingen ist insgesamt heftig umstritten. Dabei steht ebenso wie das AKW Lingen 2 die Lingener Brennelementefabrik im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. In dieser Fabrik werden Brennstäbe produziert, die in zahlreichen Atomkraftwerken, so auch in Belgien, zum Einsatz kommen. Bürgerinitiativen und Umweltverbände wie der BBU fordern die sofortige Stilllegung dieser Anlagen und den sofortigen Exportstopp der in Lingen produzierten Brennstäbe. Zur Teilnahme an der Demonstration in Lingen, die am Samstag (9.9.) um 13 Uhr am Lingener Bahnhof beginnt, rufen zahlreiche Organisationen auf. Ausführliche Informationen dazu unter www.lingen-demo.de <http://www.lingen-demo.de> sowie unter http://bbu-online.de/Presse.htm.

 

Hintergrundinformationen zu den bevorstehenden Erörterungsterminen in

Lingen:

 

12.9. / ggf. auch noch 13.9.:

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/wasserwirtschaft/zulassungsverfahren/abwasser_und_einleitungen/kernkraftwerk_emsland_kke/wasserrechtliche-bewilligung-zur-entnahme-von-wasser-aus-dem-dek-fuer-das-kke-151162.html

 

18.9. / ggf. auch 19.9.:

https://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/wasserwirtschaft/zulassungsverfahren/abwasser_und_einleitungen/kernkraftwerk_emsland_kke/speicherbecken_geeste_sbg/entnahme-von-wasser-aus-dem-dortmund-ems-kanal-bei-kanal-km-154218-fuer-das-speicherbecken-geeste-151839.html







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