Skandal! Unternehmer will aus Profitgier den Rheinfall sprengen


Foto: CrazyD, Wikimedia Commons

03.08.17
UmweltUmwelt, Ökologiedebatte, Baden-Württemberg 

 

Von BUND Südlicher Oberrhein

Wir geben´s ja zu. Ganz tagesaktuell ist dieser "Skandal" nicht. Doch vor ziemlich genau 200 Jahren, am 10. August 1817, war in einer Zeitung die folgende Anzeige zu finden:

„Besonders wichtig für den löblichen Kanton Schafhausen mag folgende Anzeige seyn: "Unterzeichneter erbietet sich, den Rheinfall durch einen unter-irdischen Kanal binnen zwey Jahren mit einem Kostenaufwand von ungefähr 3 bis 4000 Gulden rheinisch gänzlich zu vernichten und denselben für Rhein-Schiffe aufwärts und ab wärts fahrbar zu machen."
Jllig, Königlich-Bairischer Bergrath Kupferberg, bey Eulenbach, den 10. August 1817“


Der Bund für Umwelt und Naturschutz möchte damit aufzeigen, dass es auch in der Vergangenheit massive Umweltkonflikte und Umweltzerstörungspläne gab. Die immer wieder kommenden, - Jahrhunderte alten Pläne - den Hochrhein schiffbar zu machen und den Rheinfall zu sprengen, sind dafür nur ein Beispiel. Lange gab es die Idee einer massiven Industrialisierung des Bodenseeraums.

In unserer Zeit wäre eine Sprengung des Rheinfalls undenkbar und politisch nicht durchsetzbar, der Bodensee ist eine Trinkwasserquelle für Millionen Menschen.

Heute sind der Rhein und die RheinanliegerInnen durch die AKW in Fessenheim, Leibstadt und Beznau gefährdet. Riskant sind auch die Schweizer Pläne für ein atomares „Endlager“ im Wassereinzugsgebiet des Rheins. Ein atomares "Endlager" am Rheinfall und im Einzugsbereich der Rheinzuflüsse könnte das Grundwasser vor Ort, aber auch den Rhein als Trinkwasserquelle von Millionen Europäern gefährden.

Axel Mayer, Geschäftsführer

http://www.bund-rvso.de/rheinfall-sprengen-umweltgeschichte-1817.html


Quellen:







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