Neuerscheinungen Natur

04.12.20
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Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Jens Brehl: Für unsere Zukunft. Wie Bio-Pioniere die Welt verändern, oekom, München 2020, ISBN: 978-3-962-38204-9, 22 EURO (D)

Der Journalist Jens Brehl hat ausgewählte Bio-Pioniere aus unterschiedlichen Branchen in der gesamten BRD vor Ort getroffen. Hierbei blickt er auf ihre Anfänge und die damaligen Widerstände zurück und geht auf ihre aktuelle Situation und Meinung zu bestimmten Entwicklungen ein. Außerdem blickt er hinter die Kulissen der Produktion und stellt die Menschen hinter den Produkten vor.

Zum Beispiel wird die Andechser Molkerei vorgestellt, die seit 1988 den Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umgestellt hat. Heute ist sie die größte Bio-Molkerei Europas. Dieser Superlativ wird allerdings durch den Hinweis auf den geringen Marktanteil von Bio-Molkereien wieder relativiert. Ein Besuch bei der Brauerei Pinkus-Müller in Münster, wo 1978 der erste Bio-Sud in der BRD gebraut wurde, gibt es auch. Die Brauerei besetzte frühzeitig eine Nische und unterstützte aktiv die wachsende ökologische Landwirtschaft, indem sie deren Produkte verarbeitete. Zusammen mit anderen Brauereien entwickelte sie auch die Bioland-Braurichtlinien 1991. Trotzdem ist ernüchternd, dass Bio-Bier immer noch 0,5% Marktanteil besitzt und dort die Wende bei weitem nicht geschafft ist.

Für das Weingut Brüder Dr. Becker in Rheinland-Pfalz war der Aufbau von fruchtbarem Humus wie auch das Fernhalten von Schädlingen von den Trauben entscheidend für die Umstellung auf eine ökologische Wirtschaftsweise. Deren Vision ist eine vollständig ökologische Landwirtschaft: „Noch sind faire Preise nicht in Sicht, so müssen konventionelle Landwirtinnen und Landwirte in der Regel nicht für Umweltschäden aufkommen. Diese zahlt die Allgemeinheit, wie bei Nitrat, welches bei überdüngten Flächen ins Grundwasser gelangt. (…) Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist ein großer Schlüssel, um auf breiter Ebene etwas zu verändern. Hier könnte man etliche Milliarden Euro gezielt in die ökologische Agrarwende investieren.“ (S. 177)

Das Fazit der Besuche fällt gemischt aus. Bio-Lebensmittel werden zwar mehr nachgefragt und verkauft, dennoch ist „die Bio-Branche noch immer eine Nische – keine ganz kleine mehr, aber in manchen Lebensmittelsektoren wie bei Fleisch und Bier ist der Marktanteil überschaubar oder sogar verschwindend gering.“ Die Agrarwende sei „positiv ausgedrückt ausbaufähig.“ (S. 216)

Hier kann man Erfolge, Probleme und Ziele von verschiedenen Vertretern der Bio-Branche in der BRD intensiv nachverfolgen. Die bescheidenen Anfänge von der Entwicklung bis heute sind zwar mancherorts eine Erfolgsgeschichte, es gibt dennoch noch viel zu verbessern, vor allem im politischen Entscheidungssektor in der BDR oder innerhalb der EU. Gut ist, dass der Autor sich zurücknimmt und die Akteure selbst viel zu Wort kommen lässt. Hinweise auf Marketingstrategien wie Greenwashing von Wirtschaftsunternehmen oder führende Lebensmittelketten, die sich ein ökologisches Image zulegen, ohne selbst für eine Verringerung der Umwelt- und Klimaschäden in ihrem Produktionskreislauf zu sorgen, hätten noch mehr in den Mittelpunkt gehört. Sonst aber ist das Buch eine Standortbestimmung der Bio-Branche und ein etwas nostalgischer Rückblick auf die Anfänge.

Buch 2

Florian Hurtig: Paradise Lost. Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur, oekom, München 2020, ISBN: 978-3-962-38203-2, 28 EURO (D)

Florian Hurtig zeichnet in diesem Buch die Geschichte der Landwirtschaft und die Entwicklung der heute vorherrschenden Monokultur nach. Dabei verknüpft er gesellschaftliche Entwicklungen mit dem Streifzug durch die Agrarhistorie. Außerdem gibt es Handlungsempfehlungen für eine Besinnung auf polykulturelle Strukturen und Werte und eine Überwindung der Agrarkrise verursacht durch die monokulturelle Landwirtschaft.

Sein Ausgangspunkt ist das verlorene Paradies der frühen Menschheit, wo auf einem egalitären Verteilungssystem basierend noch naturnahe und nachhaltige Land- bzw. Waldwirtschaft betrieben. Die Menschen hatten viele Bezugssysteme zur Natur, wo Bäume oder Wetter noch Bezugspunkte zur Götterwelt darstellten. Die Ernährung geschah auf natürlicher Grundlage, auch sonst soll es eine friedliche Zeit gewesen sein. Als dann das Privateigentum aufkam und sich die Herrschaft von Menschen über Menschen entwickelte, wurde dieses Paradies zerstört.

Die weitere Reise geht über das alte Rom zu den Feudalstrukturen und den Bauernaufständen des Mittelalters bis hin zur industriellen Revolution und den neuen Erfindungen, die meist nicht der Verbesserung der Menschheit dienten. Zum Beispiel das Aufkommen von Kunstdünger oder der Raubbau an Bodenschätzen durch Kolonialmächte, die auch eine Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts mit sich brachte. Die demografische Zunahme und die Technisierung sorgten dafür, dass die Ernährung nur noch unter effizienten, kurzfristigen Gesichtspunkten gesehen wurde. Deren Planung oblag nun Staaten oder großen Firmen, die normale Bevölkerung verlor immer mehr von ihrer Entscheidungskompetenz über die eigene Ernährung und ihr Leben im Allgemeinen.

Der Einsatz von Herbiziden und Pestiziden sorgte für die landwirtschaftliche Krise der Gegenwart. Eine einseitige Monokultur von Pflanzen bewirkt auch eine einseitige Ernährung.

Wie es gelingen kann, mit einem radikalen Umdenken und der Unterstützung der Wissenschaft wieder mehr Artenvielfalt herzustellen, um auch die Klimakrise zu meistern, wird im letzten Kapitel deutlich. Eine Vielfalt von Pflanzen, gesunde Böden mit Humusaufbau und den Aufbau von Agro-Forst-Systemen mit Bäumen, die C02 binden können, werden als kurzfristige Lösungen gefordert. Dies wird der vehementen Kritik an Lobbyinstitutionen und Konzernen verbunden, die dem im Weg stehen. Dagegen verweist Hurtig mit Recht auf bestehende Initiativen, die eine Agrarwende vorantreiben.

Die Stärke des Buches liegt darin, dass es zeigt Verbindungslinien auf zwischen sozialer Abhängigkeit und Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft und Ernährung aufzeigt. Je hierarchisierter Menschen lebten und je mehr Kapitalismus es gab, desto schlechter ging es dem Großteil der Menschen nicht nur in Punkto Ernährung. Die Sicht auf das verlorene Paradies ist sicher etwas romantisierend als Gegenentwurf zur heutigen Situation gedacht. Dennoch werden hier Fehlentwicklungen in der Historie der Landwirtschaft in einen Zusammenhang gebracht und auch brauchbare Vorschläge zu einer notwendigen Agrarwende in der Gegenwart gemacht.

 

Buch 3

Peter A.Schmidt/Ulrich Hecker: Die wildwachsenden und kultivierten Laub-und Nadelgehölze Mitteleuropas. Beschreibung, Herkunft, Verwendung, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2020, ISBN: 978-3-494-01800-1,

In diesem Buch werden mehr als 1000 in Mitteleuropa wild wachsende und kultivierte Laub-und Nadelgehölze vorgestellt. Behandelt werden Bäume, Sträucher, Zwerg- und Halbsträucher sowie Lianen sowohl einheimische als eingeführte Arten.

Die Nadelgehölze und weitere nacktsamige Gehölze und die Laubgehölze werden dabei getrennt behandelt. Die Gattungen werden jeweils alphabetisch angeordnet. Die Gattungen werden zunächst in einer Übersicht über die Größe, den Wuchs, die Blüten, Blätter, Früchte und Samen vorgestellt. Beschreibungen zu den Arten der jeweiligen Gattung gehen dann auf den wissenschaftlichen und deutschen Namen auf die systematischen Stellung, Verbreitung und zum Lebensraum, Biologie und Ökologie, Verwendung von Holz, Blättern oder Früchten und Standortfaktoren bei der Anpflanzung und weiteren Möglichkeiten für den eigenen Garten oder Begrünung bestimmter Flächen. Mindestens ein Farbbild der Art wird gezeigt. Bei der Darstellung der Arten werden außerdem die Gefährdungssituation der Vorkommen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet und die Arten, die Aufnahme in „Rote Listen fanden oder besonders geschützt sind, dargestellt. Dies wird zusätzlich in Übersichten am Ende des Buches präsentiert. Für diejenigen Leser, die die Arten als Wildobst oder Heilpflanzen nutzen wollen, wird am Ende des Buches auf die Giftigkeit auch eingegangen.

Im Anhang findet man außerdem in diesem Buch häufig erwähnte Pflanzensammler und Dendrologen, ausgewählte Literatur, ein kleines Glossar, ein Register der Gehölznamen und ein Bildquellennachweis.

Das Buch ist kein Lehrbuch und will kein Bestimmungswerk ersetzen, obwohl die Merkmale zur Identifikation herangezogen werden können und über die Bilder eine Möglichkeit des Vergleiches mit der Pflanze gegeben ist, wie in der Einleitung beschrieben wird. Es gibt breite umfassende Informationen zu Ökologie, Gefährdung und Verwendungsmöglichkeiten/Nutzung/Gestaltung, ein bislang fehlendes Kompendium. Die Informationen sind komprimiert gehalten, ein sonst übliches Grundwissen am Anfang des Buches wird vorausgesetzt oder kann woanders nachgelesen werden.

Buch 4

Wilfried Ließmann/Joachim Gröbner: Die Mineralien des Harzes. Entdecken – Sammeln – Bestimmen, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2020, ISBN: 978-3-494-01826-3, 24,95 EURO (D)

Der Harz gilt als das geologisch vielfältigste der deutschen Mittelgebirge, wobei Sedimentgesteine, die schwach metamorph verändert wurden, bei weitem überwiegen. Die Landschaften des Harzes sind durch steile Bergketten, Blockhalden, vergleichsweise flache Hochebenen mit vielen Hochmooren und langgestreckte, schmale Kerbtäler charakterisiert. Die häufigsten, an der Oberfläche anstehenden Gesteine sind Tonschiefer, geschieferte Grauwacken und der in zwei Plutonen anstehende Granit.

Dieser Feldführer gibt einen Überblick über die interessantesten Mineralbildungen des Harzes für Einsteiger und fortgeschrittene Mineralienfreunde. Die Autoren stellen insgesamt 350 Mineralienarten vor, GPS-Koordinaten führen zu 100 Sehenswürdigkeiten, Aufschlüssen und Fundstellen. Die Auswahl der Mineralien geschah subjektiv, wobei „sich der Blick vor allem auf die Minerale der Erzlagerstätten und die sie begleitenden supergenen Neubildungen richtet, einbezogen sind dabei auch die aktuellen, teilweise bisher noch nicht publizierten Neufunde.“ (S. 7) Keine Berücksichtigung finden die als „Schlackenminerale“ bezeichneten kristallinen Neubildungen.

Im Grundlagenteil werden die Geologie, erdgeschichtliche Werdegang des Harzes, eine Übersicht zu den Erz- und Minerallagerstätten des Harzes, Grundlagen zur Mineralbestimmung, Mischkristallbildungen und Mineralien mit Typlokalität im Harz beschrieben.

Danach werden die im Harz vorkommenden Mineralien im Einzelnen beschrieben. Dabei wird auch auf die Vielzahl der Kleinstmineralien eingegangen. Sie sind gruppenweise geordnet gemäß einem kombinierten System nach Bildungsmilieu und chemischer Zusammensetzung.

Im Anhang findet man ein Verzeichnis mit einer Zusammenstellung von ausgewählten Mineralfundpunkten und anderen geowissenschaftlich interessanten Sehenswürdigkeiten. Diese werden aufgelistet nach den Blättern der topografischen Karte 1: 25.000 und mit GPS-Koordinaten in Dezimalgrad. Außerdem gibt es Literatur zum Harz, Literatur zur allgemeinen und speziellen Mineralogie, ein Mineralienregister, ein Orts- und Sachregister, ein Bildquellennachweis und den Herkunftsnachweis der abgebildeten Mineralien.

Besucherbergwerke und Wanderungen mit geologischem und mineralogischem Schwerpunkt werden ebenso erwähnt wie die bekannten Kalksteinvorkommen um Elbingerode und der Gabbro von Bad Harzburg. Ein repräsentativer Querschnitt aller Harzer Gesteine wird auf der Jordanshöhe bei Sankt Andreasberg nahe dem Parkplatz gezeigt. Das Buch enthält viele Abbildungen, die detailliert sind, aber nicht mikroskopischer Art. Insgesamt gesehen ist dies ein Bestimmungsbuch mit viel Hintergrundwissen, auch ausgelegt für touristische Entdeckungstouren, und mit einem tollen opulenten Anhang.

Buch 5

Stephanie Ristig-Bresser: Make. World. Wonder. Für die Welt, die wir uns wünschen, oekom, München 2020, ISBN: 978-3-962-38259-9, 24 EURO (D)

Dies ist das zu dem Projekt Make World Wonder dazugehörige Buch. Es möchte Antworten auf die drängenden Probleme wie zerstörerischer Lebensstil, Klimawandel, Artensterben, Migration, Rechtsruck, KI, Verschwörungstheorien, Fake News und Gefahren der Digitalisierung aufzeigen. Eine neue Aufklärung, die „uns als ganze Menschheit zu aktivieren versucht, mit Herz, Hirn, Seele und Hand,“ wie es zum Beispiel der Club of Rome fordert. Dabei sollen die Welt der Wissenschaft, der Kunst, der Kultur und der Spiritualität miteinander verbunden werden. Es besteht aus zwei Pfeilern: erstens die der konstruktiven Fakten der wissensbasierten Welt und zweitens die der Literatur, der Poesie, des Designs, der Spiritualität, der Mystik, der positiven Psychologie, Themen der Persönlichkeitsentwicklung, Therapieformen und alte Traditionen.

Das Buch will jedoch keinen Masterplan für eine bessere Welt liefern, sondern versteht sich als Einladung zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen.

Es besteht aus vier großen Teilbereichen: Im ersten Teil werden 21 Handlungsräume für das 21. Jahrhundert vorgestellt. Im zweiten Abschnitt wird ein Zielhorizont zur Bewältigung der notwendigen Aufgaben präsentiert. Der dritte Abschnitt behandelt Geschichten von Alltagshelden, die auf den verschiedenen Feldern etwas bewegt haben, die Entwicklung einer Veränderungskultur und als Orientierungsrahmen eine Agenda 2030. Der letzte Teil handelt davon, wie man seinen persönlichen Beitrag finden und umsetzen kann.

Dies ist der Entwurf einer möglichen, zukünftigen Gesellschaftsordnung, das Modell einer besseren Welt mit vielen sozial-ökologischen Ansätzen. Sie ist aus einer Kritik der jeweils zeitgenössischen Gesellschaftsordnung entstanden und kann als positiver Gegenentwurf gelesen werden. Eher eine Form der Konstruktiven, aktiv zu realisierenden Utopien, die sich auf Staats- und Wirtschaftsformen, die Zukunft von Kultur, Kunst oder Religion, verschiedene Arten des Zusammenlebens, das Zusammenleben mit der Natur und gegen soziale Ungleichheiten in der Welt bezieht.

Das Buch erinnert ein wenig an Ernst Blochs Begriff der konkreten Utopie. Dies ist der Prozess der Verwirklichung, in dem die näheren Bestimmungen des Zukünftigen tastend und experimentierend hervorgebracht werden. Der konkreten Utopie Ernst Blochs entspricht eine Haltung des Optimismus. Dem Pessimismus auf der einen Seite sowie dem ruchlosen, ungeprüften Optimismus, sei eine Haltung der Hoffnung gegenüberzusetzen, die jedoch eine geprüfte sei.

Die Veränderungsmöglichkeiten werden zwar ausführlich beschrieben, nur die Handlungsanleitungen sind bisweilen zu unkonkret und müssten geschärft werden. Dass eine andere Welt möglich ist und es keinen Grund für das desillusionierte Zurückziehen gibt, ist die Stärke des Buches.

Buch 6

Monika A. Vernooij/Silke Schneider: Handbuch der Tiergestützten Intervention. Grundlagen, Konzepte, Praxisfelder, 4. Auflage, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2018, ISBN: 978-3-494-01751-8, 24,95 EURO (D)

Tiergestützte Interventionen ist der Oberbegriff für alle Angebote, in denen geeignete Tiere eingesetzt werden, um diese positiven Wirkungen gezielt zur Förderung physischer, sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten ebenso wie zur Erhöhung von Freude und Lebensqualität zu erreichen. Tiergestützte Interventionen können Raum schaffen für neue Erlebens-, Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten. Dieses Handbuch beschreibt Themen, Modelle, Forschung und praktische Herangehensweisen der verschiedenartigen tiergestützten Interventionen.

Dies ist die vierte Auflage des Buches. Die Weiterentwicklung der jungen Disziplin erforderte zahlreiche Textänderungen, Neufassungen, Ergänzungen und Entfernungen. Die Kapitel Zusammenfassung und Ausblick wurden neu verfasst, die Adressenlisten und das Literaturverzeichnis aktualisiert und erweitert.

Das Buch besteht aus drei großen Teilbereichen.

Zunächst werden Tiere im Leben der Menschen und in pädagogisch-psychologischen Arbeitsfeldern behandelt. Dabei stehen die Mensch-Tier-Beziehung, deren Erklärungsansätze und Modelle, die Entstehung und Formen Tiergestützter Interventionen sowie Fach- und Berufsverbände im Mittelpunkt.

Der zweite Teil stellt die theoretischen Grundlagen und Voraussetzungen für die Tiergestützte Intervention vor. Schwerpunkte bilden dabei psychologische Grundlagen, pädagogische Grundlagen, sonderpädagogische Aspekte und Voraussetzungen und Entwicklungsbereiche Tiergestützter Intervention.

Im dritten Teil werden Formen und Konzepte in der Praxis beleuchtet. Nach einem Einblick in die Interaktionsformen in der Tiergestützten Invention werden Aktivitäten in unterschiedlichen Praxisfeldern wie Tiere als Bestandteil der Einrichtung, Tierbesuchsprogramme in Altenheimen und Kliniken, Tiere in pädagogischen Einrichtungen, insbesondere Schulen und Jugendhilfe präsentiert. Außerdem wird auf die Multiprofessionelle Tiergestützte Intervention (MIT) eingegangen. Tiergestützte Intervention im Bereich von Therapie (Ergotherapie, Psychotherapie, Spieltherapie, Kinderpsychotherapie) werden dann behandelt. Konzepte und Formen bezogen auf bestimmte Tierarten wie der Einsatz von Hunden, Pferden und Delfinen in unterschiedlichen Praxisfeldern runden den Praxisteil ab.

Nach einer Zusammenfassung und zu einem Ausblick werden im Anhang noch Fortbildungsinstitute und Kontaktadressen aufgelistet. Weiterhin findet man dort ein Literaturverzeichnis, ein Sachregister und ein Personenregister.

Dieses Buch stellt die Grundlagen des bisherigen Wissens eines jungen Ansatzes dar und zeigt anhand von vielen Beispielen aus der Praxis auf, in welcher Weise Tiere in der therapeutischen Praxis Erfolge erzielen kann. Das Buch ist gut strukturiert und didaktisch auf einem guten Lehrbuchniveau. Viele Anwendungsbereiche auch die Delfintherapie werden dabei angesprochen, die Aspekte von Menschen mit Demenz und einige Tierarten wie Katze, Lamas, Alpakas fehlen in einer eigenen Betrachtung.

 







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