Hambacher Forst: Klimaschutz ist kein Verbrechen

02.02.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Am Montag, den 22.01.2018, ist die Polizei mit schwerem Räumungsgerät, Hubschraubern, Drohnen und mit Landtagsabgeordneten von SPD und AfD im Schlepptau, in den Hambacher Forst eingefallen. Sie hat für einige Zeit das friedliche Camp am Rande des Forstes umzingelt, in einem der Baumhausdörfer ein paar Kletterseile abgeschnitten und letztlich weitestgehend erfolglos die Räumung eines Tripods am so genannten „Jesuspoint“ und einiger Barrikaden versucht. Am Ende des eintägigen Großeinsatzes verschwand sie unverrichteter Dinge wieder aus dem Wald – doch seither sitzen neun Menschen aus dem Hambacher Forst in Untersuchungshaft. Noch nie in der Geschichte der Waldbesetzung waren mehr Aktivist*innen gleichzeitig inhaftiert.

„Das einzige greifbare Ergebnis des Polizeieinsatzes besteht darin, einen Vorwand für die Inhaftierung von Personen zu produzieren, denen man nicht mehr vorwerfen kann, als sich sinnlosen Räumungsaktionen friedlich in den Weg gestellt zu haben“, kommentiert Hanno Raußendorf, umwelt- und klimapolitischer Sprecher der Partei Die Linke in NRW und fährt fort: „Ich war an dem Tag als Beobachter im Forst und kann nur sagen, das war eine unsinnige Machtdemonstration, deren einziges Ziel darin bestand, die Klimaschutzbewegung und die Retterinnen und Retter des Hambacher Forstes einzuschüchtern - aber Klimaschutz ist kein Verbrechen und wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir fordern die sofortige Freilassung aller neun Inhaftierten. Fünf von ihnen haben heute Haftprüfungstermin.“

DIE LINKE NRW ruft auf zur Teilnahme an den bunten und vielfältigen Solidaritätsaktionen für die gefangenen Aktivistinnen und Aktivisten diesen Samstag, insbesondere in Aachen und Köln.







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