Mahnwache anlässlich der Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich in Düsseldorf — Verantwortung für Atommüll kann man nicht outsourcen


Bildmontage: HF

20.11.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, Düsseldorf, NRW 

 

Von Stop Westcastor

Das Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“ und das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ rufen auf zur Mahnwache am kommenden Dienstag, 21. November 2017, um 16.30 Uhr vor dem Haupteingang der Akademie der Wissenschaften und der Künste NRW, Palmenstraße 16 in Düsseldorf-Bilk. Das Motto lautet: „Verantwortung für Atommüll kann man nicht outsourcen". An diesem Tag findet die Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich (FZJ) statt.

Prof. Katrin Amunts, Direktorin des Jülicher Instituts für Neurowissenschaften und seit 2012 Mitglied im Deutschen Ethikrat, hält dort einen Festvortrag zum Thema „Gehirn, Computer und Erkenntnis“.

Peter Bastian vom Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“: „Wir begrüßen, dass das Forschungszentrum in Jülich inzwischen breit aufgestellt ist und auch im Bereich Energiewende und Klimawandel forscht – aber wir werden nicht zulassen, dass sich das Forschungszentrum aus seiner Verantwortung für seinen Atommüll stiehlt!“

Die 152 Castoren aus dem 1978 fast havarierten Kugelhaufenreaktor stehen auf dem Gelände des FZJ in einem Zwischenlager, das „marode“ und dessen Genehmigung bereits 2013 abgelaufen ist. Seit 2014 lagern die rund 300.000 verstrahlten Graphitkugeln in den 152  Castorbehältern im Jülicher Zwischenlager „illegal“.

In der Kritik der Atomkraftgegner steht, dass das Forschungszentrum den Atommüll inzwischen an die bundeseigene Firma, die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) ausgegliedert hat.

„Die Vorbereitungen für einen Export in die USA laufen hinter den Kulissen weiter. Entgegen den Beteuerungen des FZJ wird ein baldiger Transport des Atommülls in das Zwischenlager Ahaus favorisiert und immer wahrscheinlicher. Der notwendige Neubau eines sicheren Zwischenlagers in Jülich wird mutwillig verschleppt. Bund und Land schauen zu“, sagt Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“. „Wir fordern vom FZJ die Übernahme der Verantwortung und den sicheren Verbleib des strahlenden Mülls in Jülich.“

Nachdem das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vor wenigen Tagen im Rahmen der aktuellen Bonner Weltklimakonferenz bereits vor dem FZJ mit Protest konfrontiert hat, wollen das Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“ und das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ gemeinsam den politischen Druck aufrechterhalten.







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