Betroffene von Kohleabbau und Klimawandel erzählen ihre Geschichten


Braunkohletagebau; Foto: Greenpeace

10.11.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW 

 

Von Ende Gelände

Veranstaltung mit Menschen aus dem Rheinland und den pazifischen Inselstaaten

Am Samstag den 11. November findet um 18 Uhr die Veranstaltung „Geschichten von Klimagerechtigkeit – Vom Pazifik ins Rheinische Braunkohlerevier“ in der ehemaligen Ermelkailkaserne in Bonn statt. Im Rahmen des Treffens kommen Menschen zusammen, die stark vom Kohleabbau und vom Klimawandel betroffen sind. Anwohner*innen aus dem Rheinischen Braunkohlerevier erzählen ebenso von ihrem Widerstand wie die Pacific Climate Warriors, eine Gruppe von Klimaschützer*innen aus verschiedenen pazifischen Inselstaaten.

Ergänzt wird die Veranstaltung durch eine Ausstellung, welche mit persönlichen Porträts, Fotografien und Audiomaterial die Geschichten von Umsiedlung, Zerstörung und Widerstand erzählt. „Ziel des Projektes ist es, dass während der UN-Klimaverhandlungen das Rheinische Braunkohlerevier in Bonn einen Raum bekommt: sowohl einen physischen Ort als auch Platz in der Klimadebatte. Durch Geschichten aus Nord und Süd soll globale Klimagerechtigkeit für die Besucher*innen anschaulich und lebendig werden, jenseits von Verhandlungstexten und abstrakten Klimamodellen.“ so Dorothee Häußermann, Organisatorin der Veranstaltung.

Während auf dem UN-Campus in Bonn die Eliten aus Politik und Wirtschaft über ein Abmildern des Klimawandels verhandeln, wird dieser nur rund 50 Kilometer entfernt, im Rheinischen Braunkohlerevier aktiv voran getrieben. Das Revier ist die größte CO2-Quelle Europas. Für die Tagebaue Inden, Hambach und Garzweiler wurden tausende Menschen zwangsumgesiedelt, nach wie vor sollen Orte wie Keyenberg für den Kohleabbau zerstört werden. „Obwohl Braunkohle als klimaschädliche und ineffiziente Energiequelle keine Zukunft hat, werden immer noch Dörfer abgebaggert. Trotz der vermeintlichen Übermacht von Konzernen wie RWE, kämpfen Menschen für den Erhalt ihres Zuhauses und gegen die Folgen des Kohleabbaus. Auf dem Weltklimagipfel finden diese Menschen kein Gehör. Ihre Geschichten sollen in der Veranstaltung Raum und Anerkennung finden. Bereits während des letzten Klimacamps im August besuchten Klimaaktivist*innen Menschen aus der Region. Die Teilnehmenden waren sehr bewegt von ihren Erzählungen.“ so Christopher Laumanns vom Klimacamp.

Auf den Inselstaaten im Pazifik bedrohen die Folgen des Klimawandels die Existenz der Menschen. Die Pacific Climate Warriors fordern deshalb das Ende der Verstromung fossiler Energieträger und für Deutschland den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle: „Deutschlands Kohleabbau exportiert Zerstörung in den Pazifik und die Welt. Der Klimawandel stellt eine direkte Bedrohung für die Menschen und Inseln im Pazifik dar. Wir müssen uns von Kohle, Öl und Gas lösen und auf erneuerbare Energien setzen, damit Pazifikinseln eine faire Chance haben zu überleben”, so George Nacewa, Climate Warrior von den Fidschi-Inseln. Unter dem Motto „Wir gehen nicht unter. Wir kämpfen.“ nehmen die Pacific Climate Warriors an Protesten rund um den Klimagipfel teil.

Vom 06. bis 17. November finden in Bonn die internationalen Klimaverhandlungen statt. Begleitet werden die Verhandlungen von breiten Protesten für Klimagerechtigkeit.

Geschichten von Klimagerechtigkeit – Vom Pazifik ins Rheinische Braunkohlerevier“

Zeit: Samstag, 11. November 2017, 18 Uhr

Ort: Ermekeilinitiative e.V. , Haus 8, ehemalige Ermekeilkaserne, Reuterstr. 61A, 53115 Bonn







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