Zum Start der Urlaubssaison: Am 25. Juni ist Internationaler Tag gegen das Aussetzen von Heimtieren

24.06.22
UmweltUmwelt, Bewegungen, TopNews 

 

Von Vier Pfoten

VIER PFOTEN fordert Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen

Ein einsamer Hund am Straßenrand, verängstigt und zurückgelassen von seiner menschlichen Familie: Szenen wie diese spielen sich gerade zur Ferienzeit an vielen Autobahnen und Landstraßen ab. Am letzten Samstag im Juni, dem 25.06.2022, mahnt der ‚Internationale Tag gegen das Aussetzen von Heimtieren‘ das traurige Schicksal von Tausenden Hunden und Katzen an. Zu diesem Anlass macht die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN erneut auf die Notwendigkeit einer bundesweiten Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen aufmerksam.

„Wer ein Tier aussetzt, begeht eine Straftat“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN. „Doch das Gesetz alleine schreckt nicht ab. Denn es ist derzeit beinahe unmöglich, verantwortungslose Halterinnen oder Halter zur Rechenschaft zu ziehen, wenn das anonyme Heimtier am Straßenrand zurückgelassen wurde. Mit einer bundesweiten Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht könnte man die Herkunft jedes Tieres nachvollziehen und die Verantwortlichen ausfindig machen.“

Das Aussetzen von Tieren ist eine Straftat

Viel zu oft werden weltweit Hunde und Katzen rücksichtslos ausgesetzt und einfach sich selbst überlassen. Für die Tiere ist das traumatisierend und kann lebensbedrohlich werden. Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN verurteilt das Aussetzen von Heimtieren aufs Schärfste. Wer sich ein Heimtier anschafft, ist in der Pflicht, sich darum zu kümmern. „Leider entscheiden sich viele Menschen unüberlegt für ein Tier, ohne die langfristige Verantwortung zu bedenken“, erklärt Schneider. Die permanente Verfügbarkeit von Welpen auf Online-Plattformen sowie in sozialen Medien verführt viel zu viele Menschen zu Spontankäufen. Sobald es jedoch unbequem wird, weil etwa Urlaub ansteht oder die Arbeitszeiten sich ändern, sind einige mit der Fürsorge für ein Tier überfordert. 

„Fast alle EU-Länder haben bereits erkannt, dass eine Kennzeichnung und Registrierung für den Schutz von Heimtieren grundlegend ist. Deutschland ist trauriges Schlusslicht. Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag 2021 die Einführung einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht angekündigt, doch bislang nicht umgesetzt. Die Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen würde Tiere und Menschen in Notsituationen schnell wieder zusammenbringen, Tierheime entlasten und Straftaten eindämmen. Dazu wäre eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht ein elementares Werkzeug, um den illegalen Welpenhandel wirksam zu bekämpfen. Denn nur durch eine vollständige Rückverfolgbarkeit der zum Verkauf angebotenen Tiere sowie der Anbietenden, kann der illegale Welpenhandel gestoppt werden!“, so Daniela Schneider.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz