Sechswöchige Anti-Atom-Demo erreicht nach 2.400 Kilometern ihr Ziel

03.09.22
UmweltUmwelt, Bewegungen, Baden-Württemberg, TopNews 

 

Abschlussfest mit Warnung an Grüne: Riss-Reaktoren müssen abgeschaltet werden – so wie in Frankreich

Von .ausgestrahlt

Die mutmaßlich längste Anti-Atom-Demo der Welt erreicht am heutigen Samstag (3.9.) nach 2.400 Kilometern ihr Ziel Freiburg im Breisgau. Mit der sechswöchigen Radtour quer durch Deutschland, Belgien, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz protestieren Atomkraft-Gegner*innen insbesondere gegen die Bestrebungen, den Atomausstieg zu kippen und die AKW über den 31.12.2022 hinaus weiter zu betreiben. Hierzu erklärt Armin Simon von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Das Herumeiern der grünen Minister*innen in der Atom-Diskussion ist unerträglich. AKW sind keine Pommesbuden. Sie müssen Sicherheitsanforderungen erfüllen, die das Bundesverfassungsgericht definiert hat. Bei den drei noch laufenden Atomkraftwerken gibt es deshalb keinerlei Spiel für einen Weiterbetrieb über den 31.12.2022 hinaus. Diesen Realitäten muss die Regierung endlich ins Auge sehen.

Selbst die französische Atomaufsicht schaltet AKW, in denen Spannungsrisskorrosion nachgewiesen ist, aus Sicherheitsgründen umgehend ab. Für deutsche AKW, in denen Risse derselben Art auftreten, muss dasselbe gelten. Es kann nicht sein, dass sie stattdessen sogar noch länger am Netz bleiben sollen.
Sowohl im AKW Neckarwestheim-2 als auch im AKW Lingen/Emsland ist Spannungsrisskorrosion nachgewiesen, im typgleichen AKW Isar-2 hat der Betreiber die entsprechenden Kontrollen verweigert. Wirtschaftsminister Habeck (Grüne) würde die Reaktorsicherheit mit Füßen treten, wenn er den Weiterbetrieb dieser Anlagen fordern würde.

33 von 36 AKW in Deutschland sind bereits abgeschaltet, viele Dutzend weitere hat die Anti-Atom-Bewegung verhindert. Das sind enorme Erfolge, die wir feiern. Medienberichten zufolge ist die gesetzlich festgelegte Abschaltung der letzten drei Reaktoren zum Jahresende allerdings nicht mehr gesichert. Deshalb nutzen wir das heutige Abschlussfest der Anti-Atom-Radtour auch zum Warmtanzen für den Protest. Jeder, der einen Weiterbetrieb von AKW über den 31.12.2022 hinaus anstrebt, muss mit uns rechnen. Dies gilt auch für die Grünen.“







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