AKWs sind unzuverlässig und Sicherheitsrisiko. Grenzüberschreitende Anti-Atom-Radtour ereicht das Dreiländereck

14.07.22
UmweltUmwelt, Bewegungen, Internationales, NRW, TopNews 

 

Von BBU

14.-16.7.: Stopps in Ahaus, Gronau, Almelo und Lingen

Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland, dem Emsland, der Region Almelo, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz sowie die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt fordern mit Verweis auf die Unzuverlässigkeit und enormen Sicherheitsrisiken von Atomkraftwerken weiterhin dringend die sofortige Abschaltung der Atomanlagen.

"Atomkraft ist keine Lösung für unsere Energieprobleme. Im Gegenteil: Im sehr atomfreundlichen Frankreich sind derzeit die Hälfte der AKWs wegen technischer Probleme und der Hitzewelle abgeschaltet. Atomkraft ist nicht zuverlässig – und auch nicht sicher, wie wir in der Ukraine leider drastisch erleben müssen. Die russische Armee hat mit den Angriffen auf die AKWs Saporischschja und Tschernobyl deutlich gemacht, dass sie nicht einmal ein Mindestmaß an Sicherheitsgarantien einhält. Das hat für uns alle Folgen. Und in Deutschland sind die letzten drei AKWs nicht mehr auf dem technischen Niveau, das für einen sicheren Betrieb notwendig wäre," so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

"Im AKW Lingen wurden 2019 und 2020 Risse im radioaktiven Primärkreislauf entdeckt. RWE verweigert bislang jede weitere Kontrolle der Heizrohre. Das ist alarmierend, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass sich bereits weitere Risse gebildet haben. Im AKW Neckarwestheim wurden sogar mehrere hundert solcher Risse entdeckt. Zudem wurden die seit längerem erforderlichen Generalüberholungen der AKWs wegen der bevorstehenden Abschaltung einfach vertagt. Auch das war und ist unverantwortlich. Die parteipolitisch motivierten Forderungen nach Laufzeitverlängerungen gehen völlig an der Realität vorbei und sind nicht haltbar. Es ist höchste Zeit, die alternden und problembehafteten
Reaktoren endlich abzuschalten," ergänzte Alex Vent vom Bündnis AgiEL –
AtomkraftgegnerInnen im Emsland.

Gemeinsam rufen die Initiativen und Verbände zur Teilnahme an der großen Anti-Atom-Sommerradtour auf unter dem Motto "Dem Atomausstieg entgegen – die Zukunft ist erneuerbar". Die von .ausgestrahlt grenzüberschreitend koordinierte Protest-Radtour kommt am heutigen Donnerstag vom verhinderten Schnellen Brüter in Kalkar aus in Ahaus an. Am morgigen Freitag und am Samstag geht es vom Atommülllager Ahaus zu den Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo sowie zum AKW und zur Brennelementefabrik in Lingen. An allen vier Atomanlagen sind Zwischenstopps, Mahnwachen oder Kundgebungen geplant, zu denen die
Atomkraftgegner*innen herzlich einladen:

Freitag 15.7.:

9.15 Uhr:Atommüll-Lager Ahaus

11.30 Uhr:Urananreicherungsanlage Gronau

17.30 Uhr:Urananreicherungsanlage Almelo

Samstag 16.7.:

9.30 Uhr:Urananreicherungsanlage Almelo

17.20 Uhr:AKW Lingen

17.40 Uhr: Brennelementefabrik Lingen

18.15 Uhr:Kundgebung Marktplatz Lingen

Für die Organisator*innen der Anti-Atom-Radtour von .ausgestrahlt erklärte Armin Simon: "Wir machen mit der Anti-Atom-Radtour in den kommenden Tagen auf die zahlreichen verbliebenen Atomprobleme aufmerksam und setzen ein deutliches Zeichen gegen den Versuch, Atomkraft wieder salonfähig zu machen. Wir rufen die Menschen aus der Region auf, sich der längsten Anti-Atom-Demonstration der letzten Jahre anzuschließen und ein paar Kilometer oder einige Etappen mitzufahren.“

Infos zur Anti-Atom-Radtour

Alle Infos zu der insgesamt dreiwöchigen Anti-Atom-Radtour, unter anderem die genaue Route, Zustiegspunkte, der Zeitplan und das Programm sowie ein Live-Tracking der rollenden Demo finden sich unter:

https://www.ausgestrahlt.de/radtour







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