Panik in der Silvesternacht – Tiere leiden


Bild: Bettina Losch, Wildtierschutz Deutschland

30.12.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, Kultur 

 

Von Wildtierschutz Deutschland

Während viele Menschen sich am Silvesterfeuerwerk und an Böllern erfreuen, bedeutet diese Nacht für nicht wenige Tiere die Hölle.

Forschungsarbeiten1) belegen mittels meteorologischer Radarschirmbilder, dass in der Silvesternacht auf einem Quadratkilometer tausende von Vögeln aufgeschreckt und panikartig in Höhen fliehen, in die sie sonst nie fliegen. Erst nach etwa 45 Minuten lassen die Panikflüge nach. Die Tiere verlieren dabei wichtige Kraftreserven, die sie für das Überleben in der kalten Jahreszeit dringend benötigen.

Das gilt auch für Igel, die aus dem Winterschlaf erwachen, und für andere Wildtiere, die vor Lichtblitzen und Silvesterkrach fliehen – wo es denn möglich ist. Zoos und Tierparke berichten von Tieren, die nervös

bis panikartig reagieren. Gleiches gilt für die Besitzer von Haustieren. Nicht jedes Tier reagiert mit Panik, manche nehmen die Silvesterknallerei durchaus gelassen, aber für die Tiere, die das nicht können, ist Silvester nicht selten eine Katastrophe.

Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland, appelliert daran, insbesondere in der Nähe von Parks, am Waldrand und an Gewässern auf Raketen und Böller zu verzichten. Haustierhalter sollten Fenster und Rollläden schließen und Vogel, Katz‘ und Hund in ruhigen Räumen Gesellschaft leisten.

Auswertungen des Umweltbundesamtes zeigen im Übrigen, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit stark gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch ist, wie sonst im ganzen Jahr nicht.

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Quelle, u.a.:
1) Birds flee en mass from New Year’s Eve fireworks, Judy Shamoun-Baranes, Adriaan M. Dokter, et.al.







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