Essen für alle!


Bildmontage: HF

17.11.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, Internationales 

 

Von ARGE Stadttauben Salzburg

Ich bin gerade an einem Imbiss in der Salzburger Innenstadt vorüber gegangen. Hinter der Glasscheibe saßen jede Menge Menschen mit ihren Imbissen, und haben genüsslich diesen gegessen. Sie hatten alle zufriedene Gesichter; vermutlich deshalb, weil der Hunger gestillt werden kann. Und draußen ist eine hungrige Taube mit ihren kleinen Füssen am Imbiss vorbei gegangen, auf der Suche nach etwas Essbarem. Die Taube hat auf dem kalten nackten Boden kein einziges Korn gefunden, kein Brösel, nichts. Es gab nur große Füsse, denen die Taube ausweichen musste.

Eine alte Dame hat die Taube in ihrer Not gesehen, und hat aus ihrer Manteltasche ein wenig Körner ausgestreut. So konnte auch die Taube genüsslich essen, eine handvoll artgerechte Körner. Aber was wird morgen sein? Wird es morgen auch wieder etwas zu essen geben? Für unsere Stadttauben ist diese artgerechte Körnergabe nicht selbstverständlich. Für die Menschen ist der Imbiss jeden Tag geöffnet.

Diese Idylle, dass auch die Taube vor dem Imbiss etwas zu Essen bekommen hat, war nur von kurzer Dauer. Eine andere ältere Dame hat sich sofort aufgeregt, und die Körnerspenderin, die wirklich nur schüchtern ausgestreut hat, beschimpft. Ja im lauten Ton attackiert: Das Füttern von Tauben ist verboten, schrie sie. Ich konnte die verächtliche Emotion sehen, spühren, fühlen. Das war laut genug, so daß es auch andere Passanten hören konnten.

Vermutlich wollte die ältere Dame, die das Füttern der Tauben hier verhindern wollte, Unterstützung von den umstehenden Menschen erlangen. Unterstützung für ihre Verachtung für die Tauben und die Menschen, die sie füttern. Vielleicht wollte sie Solidarität für ihre Ablehnung einem anderen Lebewesen gegenüber bekommen. Die ältere Dame, die der Taube etwas zu essen gab, beobachtete die Taube bei ihrer Aufnahme der Körner. Sie wollte den Platz erst verlassen, wenn die Taube das letzte Korn gegessen hat, so mein Eindruck. Auch ich blieb stehen.

Alle anderen blieben still, mischten sich nicht ein. Ich habe die aufgeregte Dame mit dem Fütterungsverbot in ihrem Mund gefragt, ob sie heute schon etwas gegessen hat. Und, ob sie satt ist. Als sie meinte, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat, habe ich ihr gesagt, dass auch andere Hunger haben, und ein Recht auf Essen.

ARGE Stadttauben Salzburg 

Bitte unterschreibt diese Petition:

https://secure.avaaz.org/de/petition/BundestagBundesregierung_Deutschland_Taubenfuetterungsverbote_aufheben/?rc=fb&utm_source=sharetools&utm_medium=facebook&utm_campaign=petition-203082-BundestagBundesregierung_Deutschland_Taubenfuetterungsverbote_aufheben&utm_term=UxkBab%2Bde;







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