Rückenwind für den Kohleausstieg


Bildmontage: HF

02.10.17
UmweltUmwelt, Wirtschaft 

 

Von WWF

Gutachten des Sachverständigenrats bekräftigt WWF-Szenario zum Kohleausstieg

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung (SRU) hat sich in einem aktuellen Gutachten für ein schnelles Abschalten der besonders alten Kohlekraftwerke ausgesprochen. Damit folgt er weitestgehend den Ergebnissen und Empfehlungen der WWF-Studie „Zukunft Stromsystem – Kohleausstieg 2035“.  „In der nächsten Legislaturperiode wird sich entscheiden, ob Deutschland Energiewendechampion sein oder Kohleweltmeister bleiben möchte, beides zusammen geht nicht“, sagt Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Angela Merkel hat versprochen, das Klimaziel 2020 noch zu erreichen: Dieses Versprechen kann sie nur mit einem schnellen Einstieg in den Kohlausstieg halten.“

Auch in dem SRU-Gutachten wird deutlich: „Künftige Politikmaßnahmen zum Klimaschutz und einer 2-Grad-kompatiblen Energiepolitik in Deutschland müssen sich konsequent an der CO2-Budgetlogik ausrichten“, sagt Michael Schäfer. Dieses Budget gibt an, wie viel CO2 noch ausgestoßen werden darf, bevor die 2-Grad-Grenze überschritten wird. Weltweit liegt es bei 890 Gigatonnen, für die deutsche Energiewirtschaft bei drei bis vier Gigatonnen CO2.

Der SRU folgt im Wesentlichen dem Ausstiegspfad im WWF-Modell: Bis 2020 müssen demnach die Hälfte der Kapazitäten vom Netz gehen. Die verbleibenden Kohlekraftwerke können dann bis Ende 2035 schrittweise aus dem Markt genommen werden. „Schnell die Dreckschleudern unter den Kraftwerken abzuschalten, ermöglicht einen sanften und wirtschaftlich gut machbaren Kohleausstieg mit gleichbleibend sicherer Stromversorgung“, sagt Schäfer.

Dafür muss die neue Regierung parallel zum Kohleausstieg den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze forcieren. „Der dynamische Ausbau der Erneuerbaren und der Stromnetze ist und bleibt das Herzstück eines CO2-neutralen Energieversorgungssystems. Beides gilt es deutlich zu beschleunigen “, so Schäfer.







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