pekulation über Laufzeitverlängerung von Neckarwestheim-2 ignoriert gefährliche Risse

02.09.22
UmweltUmwelt, Bewegungen, Baden-Württemberg, TopNews 

 

Von .ausgestrahlt

Vorbild Frankreich: AKW mit Spannungsrisskorrosion müssen vom Netz / Weiterbetrieb von AKW Neckarwestheim-2 ist illusorisch, solange Sicherheitsregeln weiter gelten / Atomkraftgegner*innen im Kaiserstuhl errichten neuen Mahnstein / Warnung an Grüne

Zum Bericht des „Handelsblatt“, Wirtschaftminister Habeck (Grüne) werde sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen Weiterbetrieb sowohl des AKW Isar-2 als auch des AKW Neckarwestheim-2 entscheiden, und zur jüngsten Forderung der FDP-Bundestagsfraktion nach einer Laufzeitverlängerung aller drei AKW erklärt Armin Simon von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„In Frankreich werden gerade reihenweise AKW wegen gefährlicher Risse (Spannungsrisskorrosion) abgeschaltet. Risse derselben Art treten auch im AKW Neckarwestheim-2 auf – mit dem Unterschied, dass in Frankreich dickwandige und in Deutschland sehr dünnwandige Rohre betroffen sind. Für beide Länder muss gelten: AKW mit Spannungsrisskorrosion dürfen nicht ans Netz!

Beim AKW Neckarwestheim-2 ist aufgrund schlampiger Kontrollen nicht einmal bekannt, wo überall Risse vorhanden sind. Auch die Ursache der Risse ist bis heute nicht abgestellt. Den Weiterbetrieb eines solchen AKW kann nur in Erwägung ziehen, wer von Reaktorsicherheit keine Ahnung hat.
Über AKW-Laufzeitverlängerungen kann auch die Regierung zudem nicht nach Gutdünken entscheiden. Vielmehr sind die geltenden Sicherheitsregeln weiter einzuhalten. Dies sollte gerade ein grüner Minister nicht vergessen.“

Atomkraftgegner*innen werden am heutigen Freitag (2.9., 15 Uhr) die Parteichefs von CDU, CSU und FDP, Friedrich Merz, Markus Söder und Christian Lindner, in Niederrotweil am Kaiserstuhl mit einem „Mahnstein“ verewigen – weil diese „sich bedenkenlos für einen Weiterbetrieb der AKW eingesetzt“ haben. Der Mahnstein wird direkt neben seinem historischen Vorbild aus den 1980ern errichtet. Dieses stellt Politiker an den Pranger, die sich einst beim Streit um das AKW Wyhl „bedenkenlos für Atomenergie eingesetzt haben“.
Schon bereit liegt aus aktuellem Anlass ein Ergänzungsstein mit dem Namen von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Die Atomkraftgegner*innen wollen diesen als Warnung verstanden wissen und kündigten an, ihn wenn nötig dem Mahnmal beizufügen.

Die Aktion in Niederrotweil ist Teil der 2.400 Kilometer langen Anti-Atom-Radtour 2022, mit der Atomkraftgegner*innen seit Anfang Juli gegen einen Weiterbetrieb der AKW protestieren. Die Tour endet am Samstagnachmittag (3.9.) mit einem Abschalt -und Protestfest in Freiburg.

 







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