Bundesweites Protestwochenende angekündigt - Das Motto: "Gemeinsam Gegen die Rodungssaison"

15.09.22
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Von Wald statt Asphalt

Kurz vor Beginn der kommenden Rodungssaison ruft das Bündnis Wald statt Asphalt gemeinsam mit zahlreichen Waldbesetzungen und Bürger:innen-Initiativen zu einem bundesweiten Aktionswochenende vom 17. – 18. September auf. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag sind im ganzen Land Mahnwachen, Demonstrationen und Trassenspaziergänge geplant - organisiert von lokalen Initiativen gegen Autostraßen oder Kiesgruben. Unter anderem organisiert die Bürger:innen-Iniative Saaletal eine Demonstration, die Waldbesetzung "Heibo Bleibt" bei Dresden lädt zu einem Kennenlern-Treffen ein, und die Initiative "Leinemasch Bleibt" organisiert eine Mahnwache.

Mit dem koordinierten Aktionswochenende möchten die Organisator:innen darauf hinweisen, dass trotz der Klimakrise gesunde Wälder und Moore ab 01.10. für Straßenbau und andere Industrieprojekte versiegelt und zerstört werden sollen. Sie laden Neugierige aus ihrer Umgebung ein, sich ein Bild der geplanten Rodungen vor Ort zu machen.

„Unsere Moore und Wälder sind essenziell für ein gesundes Klima, aber sie sind aufgrund der vielen Waldbrände in großer Gefahr. Und trotzdem sollen jetzt zusätzlich wieder Tausende von Hektar wertvoller Wald zerstört werden und das aufgrund von Planungen für Autobahnen aus dem letzten Jahrhundert. Egal, ob mit Waldbesetzungen, Protest-Camps oder Bürger:innen-Initativen: Überall im Land stellen sich Menschen jetzt mutig der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen in den Weg", so Corinna Mohr vom Bündnis Wald Statt Asphalt.

Das Problem in Deutschland sei, dass aufgrund langwieriger Planungen und langsamer Bürokratie Autobahnen und Industrieprojekte erst Jahrzehnte später gebaut werden, obwohl die Planungen teilweise noch aus dem letzten Jahrhundert kommen, so die Organisator:innen weiter. So soll beispielsweise die Autobahn A143 durch das Saaletal gebaut werden, obwohl die Planungen bereits Anfang der 1990er Jahren gemacht wurden. Inzwischen sei der Stand in der Verkehrspolitik aber ein anderer als noch vor 20 Jahren. Erst kürzlich wies der Expert:innenrat den Klimaschutzplan von Verkehrsminister Wissing für den Verkehrsbereich als "ungenügend" zurück.

"Um die Emissionen aus dem Verkehrssektor massiv zu senken, brauchen wir nicht mehr, sondern weniger Autobahnen. Wer Straßen sät, wird auch Verkehr ernten. Deutschland hat bereits jetzt eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt. Es reicht!", so Alfons Rieger vom Bündnis Wald Statt Asphalt.

Spätestens seit den Protesten gegen die A49 im Dannenröder Wald, aus denen das Bündnis Wald Statt Asphalt hervorgegangen ist, sowie weiteren Protesten gegen die Automobilindustrie, wie beispielsweise durch das Bündnis Sand im Getriebe, nimmt die Mobiilitätswende Bewegung in Deutschland fahrt auf. Allein im Bündnis Wald Statt Asphalt haben sich inzwischen knapp 20 lokale Initiativen zusammengeschlossen, um sich gegen die weitere Abholzung und Versiegelung wertvoller Naturflächen einzusetzen.

Das Bündnis Wald Statt Asphalt fordert außerdem neben dem kurzfristigen sofortigen Baustopp von allen Autostraßen, die komplette Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans.

Eine vollständige Übersicht über alle am Aktionswochenende teilnehmenden Gruppen finden Sie hier: https://wald-statt-asphalt.net/gemeinsam-gegen-die-rodungssaison/

Über aktuelle Entwicklungen bei den Protesten können Sie sich über unser Social Media oder auf unserer Website informieren. Twitter & Instagram: @wsa_buendnis







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