PETA kommentiert heute beschlossene Tierhaltungskennzeichnung: „Label ist Verbrauchertäuschung, die keinem Tier hilft“

12.10.22
UmweltUmwelt, Bewegungen, Wirtschaft, Politik, TopNews 

 

Von PETA

Das Bundeskabinett hat heute den von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir vorgelegten Gesetzesentwurf der „Tierhaltungskennzeichnung“ beschlossen. Anhand des Labels sollen Verbraucherinnen und Verbraucher zukünftig erkennen, wie ein Tier gehalten wurde, bevor es getötet wurde, um diese Information entsprechend bei ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Daniel Cox, Leiter des Kampagnenteams bei PETA, kommentiert:

„Wir lehnen die heute beschlossene Haltungskennzeichnung strikt ab – für uns kommt sie einer dreisten Verbrauchertäuschung gleich und bedeutet einen herben Rückschlag für den Tierschutz. Verbraucherinnen und Verbrauchern wird mit dem Greenwashing-Label das irreführende Gefühl vermittelt, dass Fleischkonsum ethisch oder klimafreundlich möglich sei. Es signalisiert ein „Weiter so“ ohne echten Wandel. Dabei beutet die Tierindustrie nicht nur massiv fühlende Lebewesen aus und tötet diese auf grausame Weise. Die landwirtschaftliche Tierhaltung – und damit der Konsum tierischer Produkte – ist auch eine der Hauptursachen für die größten Umweltprobleme unserer Zeit: Klimakatastrophe, Regenwaldrodungen, Gewässerbelastung, Ressourcenverschwendung. Die Haltungskennzeichnung sieht keine konkreten Ausstiegspläne aus der Tierhaltung vor. Vielmehr zementiert sie den Status quo und bürdet die Verantwortung den Konsumentinnen und Konsumenten auf. Statt falscher ‚Fairsprechen‘ fordern wir daher eine Abkehr vom zerstörerischen Bankrott-System der Tierwirtschaft hin zu einer pflanzenbasierten Ernährungswende. Die Politik muss nun endlich handeln und neben der Etablierung einer Ausstiegsprämie für Landwirtinnen und Landwirte den veganen Ökolandbau fördern.“







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