NABU zu Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz: Potenzial voll ausschöpfen

30.10.22
UmweltUmwelt, Politik, TopNews 

 

Von NABU

Krüger: Entwurf kann – gut ausgestaltet – zum Gamechanger werden

Anlässlich der heuten endenden Online-Konsultation zum Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) fordert der NABU mehr Mut bei der Umsetzung. Das mit 4 Milliarden Euro ausgestattete Aktionsprogramm ist ein großer Schritt nach vorn, aber in Anbetracht von Klima- und Naturkrise braucht es zukünftig noch weit größere Investitionen in den natürlichen Klimaschutz. 

„Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz hat das Potenzial zu einem echten Gamechanger zu werden. Dafür müssen zum einen aber dringend die rechtlichen Hürden für die Wiederherstellung von Ökosystemen identifiziert und abgebaut werden. Zum anderen braucht es neue Wege in der Förderpolitik des Naturschutzes jenseits der klassischen Projektförderung“, umreißt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger die zentralen Herausforderungen.   

Der NABU fordert deshalb Vorranggebiete für natürlichen Klimaschutz, in denen die Wiederherstellung von Ökosystemen nicht nur besonders dringend geboten ist, sondern durch Synergieeffekte auch besonders lohnend und kostensparend wäre. Entsprechend sollten die Maßnahmen hier nicht nur prioritär, sondern auch besonders schnell umgesetzt werden können, indem sie anderen Nutzungs- und Entwicklungszielen übergeordnet werden. Mittelfristig müssten Renaturierungsprojekte zudem als staatliche Investition verstanden werden und der Logik einer Auftragsvergabe folgen, analog zum Ausbau von Verkehrs- oder Netzinfrastruktur, um den Herausforderungen der Klima- und Naturkrise entschlossen begegnen zu können.  

Zum Hintergrund: Am 31. August 2022 hat das Bundesumweltministerium einen Referentenentwurf für das ANK veröffentlicht. Dieses wurde bereits im Koalitionsvertrag angekündigt. Am 05. September eröffnete Bundesumweltministerin Steffi Lemke den Online-Dialog, in dessen Rahmen Stellungnahmen zum Programmentwurf eingebracht werden konnten. Der NABU hat sich in dieses Verfahren sowohl mit einer strategischen Stellungnahme als auch mit konkreten Kommentaren zum Text des Programmentwurfs eingebracht und wird den weiteren Prozess aktiv begleiten.  







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