Wieder Urantransport von Russland nach Lingen?

30.11.22
UmweltUmwelt, Debatte, Niedersachsen, TopNews 

 

Von BBU

Hannover und Berlin sollen handeln!

Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) vermuten, dass am Dienstag (29. November 2022) erneut ein Urantransport aus Russland die Brennelementefabrik in Lingen (Emsland, Niedersachsen) erreicht hat. Sie beziehen sich dabei auf eigene Recherchen und auf Informationen von Greenpeace Frankreich. Die Initiativen und der BBU fordern, dass die Landesregierung von Niedersachsen gemeinsam mit der Bundesregierung endlich derartige Atomtransporte unterbindet.

In einer ersten Pressemitteilung von Greenpeace Frankreich vom 29.11.2022 hieß es u. a.:

„Am 29. November 2022 legte der Frachter Mikhail Dudin in Dünkirchen an und entlud mehrere Dutzend Fässer mit angereichertem Uran und zehn Container mit Natururan aus Russland.Die Ladung wurde auf einen Zug und mehrere LKWs verladen, deren Zielorte Pierrelatte in Frankreich und/oder Lingen in Deutschland sein könnten.

Die französische Atomindustrie ist auf dem gesamten Weg des Brennstoffs, vom Uranabbau bis zur Abfallfrage, mit Russland an Händen und Füßen gefesselt. Während das Argument der energetischen Unabhängigkeit von den Befürwortern der Atomindustrie vorgebracht wird, zeigt die Aufrechterhaltung dieser Aktivitäten in Zeiten des Krieges in der Ukraine, dass die Atomkraft niemals unsere energetische Unabhängigkeit ermöglichen wird. Wir fordern von Agnès Pannier-Runacher, der Ministerin für Energiewende, den Bruch der Verträge über den Uranhandel mit Russland.

Greenpeace fordert die endgültige Einstellung aller Atomgeschäfte mit Russland und die Kündigung aller laufenden Verträge zwischen der französischen Atomindustrie und Rosatom sowie deren Tochtergesellschaften, beginnend mit den Verträgen über den Uranhandel zwischen Tenex, einer Tochtergesellschaft von Rosatom, und EDF bzw. Orano.“

Später wurde durch Greenpeace-Beobachtungen bekannt, dass ein LKW-Transport mit Uran am Dienstag gegen 12 Uhr Richtung Bundesrepublik gestartet ist. „Als Zielort kommt mit großer Wahrscheinlichkeit Lingen ins Spiel“ kritisiert Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Anti-Atomkraft-Initiativen und der BBU haben bereits mehrfach das Aus aller Atomabkommen zwischen Russland und der Bundesrepublik gefordert. Diese Forderung wird jetzt mit Nachdruck bekräftigt. „In Hannover und Berlin muss dringend gehandelt und der Import russischen Urans unterbunden werden“, so Udo Buchholz.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Ems- und Münsterland, sowie der BBU, werden weiterhin gemeinsam mit Initiativen und Verbänden in Frankreich, in den Niederlanden und in Russland Informationen über die internationalen Atomverflechtungen sammeln. Ziel ist es letztlich, alle Atomtransporte und Atomanlagen zu stoppen.

Weitere Informationen:

https://atomstadt-lingen.de/2022/10/29/schluss-damit

https://bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202022/10.11.22.pdf

https://sofa-ms.de

https://www.laka.org

https://bbu-online.de







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