„Esel und Maultiere auf Santorini nicht länger für tierschutzwidrige Ritte missbrauchen!“

26.09.22
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PETA veröffentlicht aktuelles Bildmaterial und kündigt rechtliche Schritte an

Von PETA

Eine neue PETA-Veröffentlichung macht deutlich: Die Esel und Maultiere auf der griechischen Urlaubsinsel Santorini, die Reisende zur Altstadt und wieder zurück zum Hafen tragen müssen, leiden noch immer massiv. Aufnahmen vom Juli 2022 zeigen zahlreiche Tiere mit offenen, unversorgten Wunden. PETA hat die aktuellen Aufnahmen dem Pferdeexperten Dr. Maximilian Pick vorgelegt, der die tierschutzrelevanten Zustände in einem Gutachten bestätigt. Daher wird die Tierrechtsorganisation die seit Jahren anhaltenden Missstände nun bei den zuständigen griechischen Behörden zur Anzeige bringen. Zudem appelliert PETA an den griechischen Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, das Leid der Tiere auf Santorini durch ein gesetzliches Verbot der Ritte für touristische Zwecke zu beenden.

„Das Leid der Esel und Maultiere auf Santorini ist laut neustem Bildmaterial schlimmer als je zuvor. Die Verantwortlichen sehen tatenlos zu, selbst wenn sie auf offensichtlich verletzte Tiere angesprochen werden. Griechenland möchte sicher nicht als Urlaubsland gelten, das den Tierschutz mit Füßen tritt und mit Tierquälerei Geld verdient. Wir appellieren an die Regierung, nun endlich verantwortungsbewusst zu handeln und die verbleibenden hundert Esel und Maultiere an sichere Orte wie Auffangstationen zu übergeben“, so Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche.

Gemeinsam mit „Ippothesis", „Save a Greek stray" und „A promise to animals“ demonstriert PETA am Dienstag, den 27. September, ab 17:30 Uhr vor dem griechischen Parlament auf dem Syntagma Square in Athen. Seit 2018 veröffentlicht die Tierrechtsorganisation regelmäßig Bildmaterial und Augenzeugenberichte, um auf die missliche Situation der Esel und Maultiere auf Santorini aufmerksam zu machen und medienwirksam dagegen vorzugehen.

Missstände bereits seit 2018 bekannt

Bereits 2018 und 2019 deckte PETA die Missstände auf. Durch schlecht sitzende und abgenutzte Sättel sowie provisorische Sattelgurte leiden einige Tiere an schmerzhaften Abschürfungen und Wunden im Bauchbereich; auch das Zaumzeug ist oftmals ungeeignet. Manche Esel und Maultiere haben mit Fliegen übersäte Wunden. Während die Tiere gezwungen werden, in der Mittelmeersonne auszuharren und auf die nächste Tour zu warten, stellen ihnen die Halter nicht einmal essenzielle Dinge wie Wasser, Schatten oder einen Witterungsschutz zur Verfügung.

Verstöße gegen griechisches Tierschutzgesetz und Gefährdung von Menschen
Es verstößt gegen das griechische Tierschutzgesetz, dass den Tieren diese Schmerzen und Leiden zugefügt werden. Zudem ist der Einsatz von Eseln und Maultieren unnötig, da es auf Santorini eine Seilbahn gibt, mit der Touristen vom Hafen in Firás Altstadt gelangen können. Darüber hinaus berichten Augenzeugen, dass es immer wieder zu Situationen kommt, die Menschen gefährden.
 
PETA fordert grundlegende Veränderungen
Nur ein Verbot garantiert den Tieren ein Leben ohne Tierquälerei. Deshalb fordert PETA die sofortige Abschaffung der Ritte. Alle Maßnahmen der Regierung zum Schutz der Tiere – etwa die Vorschrift, nur Touristen bis zu einem bestimmten Körpergewicht reiten zu lassen – werden bisher nicht ausreichend eingehalten beziehungsweise. kontrolliert und Verfehlungen werden zu selten bestraft.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

Ein Bild, das draußen, Rock, Säugetier, gebunden enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Die Tiere werden gezwungen, in der prallen Sonne auszuharren. / © PETA Deutschland e.V.

 

Ein Bild, das draußen, Säugetier, Stein enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Die Esel und Maultiere auf Santorini leiden weiterhin für den Tourismus. / © PETA Deutschland e.V.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Aktiv/Santorini-Esel-Petition

PETA.de/Themen/Santorini

PETA.de/Neuigkeiten/Santorini-Eselreiten-Augenzeugenberichte

 







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