Seehofer abschieben – Ayoub muss bleiben


Bildmontage: HF

03.09.18
SozialesSoziales, NRW 

 

Von Michael Lausberg

Trotz der unsicheren Lage in vielen Ländern, wo Menschen verfolgt oder schlimmstenfalls mit dem Tode bedroht werden, greift die deutsche Abschiebemaschinerie unter dem unchristlichen Innenminister Horst Seehofer und weist unbarmherzig Geflüchtete aus der „Festung Europa“ weiter aus. Darunter sind auch viele junge Menschen, die bereits bestens integriert sind und sich eine Zukunft in der BRD aufbauen wollen.

Einer von ihnen ist Ayoub, der mit einem Boot über das Mittelmeer von dem Bürgerkrieg in Libyen geflohen ist. Nach seiner Ankunft in Italien reiste er dann weiter in die BRD, zuerst nach Dortmund, dann nach Essen und landete schließlich im Kreis Heinsberg im Dreiländereck.

In Marokko als ältester Sohn von 10 Geschwistern geboren, musste er mit 19 Jahren musste er arbeiten gehen, um mit für seine Familie zu sorgen. Dies führte ihn 1999-2005 nach Tunesien, danach nach Libyen. Dort arbeitete er für Erdöl-Gesellschaften und in der Gastronomie mit Kontakt zu deutschen und österreichischen Firmen.

In der BRD ist er ein Geflüchteter mit Duldung und von Abschiebung nach Marokko, einem angeblichen „sicheren Herkunftsland“, bedroht, wo dort allerdings seit 13 Jahren nicht mehr war und  kaum noch Kontakte besitzt. Die Abschiebung soll ab dem 15.9. 2018 erfolgen, obwohl er Ayoub sozial bestens integriert ist. Er hat seit vier Monaten eine (deutsche) Freundin, seine Freunde und Bekannten sind zur Hälfte Geflüchtete und einheimische Deutsche.

Ayoub nahm er an einem mehrmonatigen Deutschkurs teil. Für die Stadt Hückelhoven arbeitete er als Geringentlohnter als Hausmeisterhilfe an den Grundschulen Hilfarth und Brachelen. Außerdem übernahm er ehrenamtliche Tätigkeiten in der lokalen Diakonie und in seiner Unterkunft für Geflüchtete. Obwohl er mehrfach eine Lehrstelle in verschiedenen Berufen hätte haben können, blieb ihm leider die notwendige Zustimmung durch die zuständige Ausländerbehörde versagt. Dennoch gibt er nicht auf und möchte seinen Zukunftstraum einer Ausbildung in der Gastronomie oder im Handwerk verwirklichen.

Ayoub ist ein Fall unter vielen. Trotz gelungener Integration und eigenen Bemühungen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, soll er in ein für ihn fremdes Land abgeschoben werden. Dies ist nicht nur ein integrationspolitischer Skandal, sondern zeigt auch das hässliche inhumane Gesicht der Migrationspolitik in der BRD.

Schluss damit, Ayoub muss bleiben!!!







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