Kolonie Oeynhausen braucht Ihre Hilfe!

30.04.14
SozialesSoziales, Wirtschaft, Bewegungen, Berlin, News 

 

von Angelika Paul

In Charlottenburg-Wilmersdorf steht am Tag der Europawahl, dem 25. Mai, ein Bürgerent- scheid zum Erhalt der Kolonie Oeynhausen an, die unter dubiosen Umständen Luxuswohn- ungsbau weichen soll, was nicht nur die unum- kehrbare Vernichtung der Grünen Lunge für die Anwohner, sondern auch Mietpreissteigerungen für die Bestandswohnungen zur Folge hat.

Über die Machenschaften um die Kolonie Oeynhausen informieren zwei kurze Filme:

Die Kolonie Oeynhausen ist nicht die erste und nicht die letzte Kolonie, die das von der Politik gewünschte AUS treffen soll. Das erschreckende Ausmaß der Kleingarten-Ver- nichtungspläne des Stadtentwicklungs- und Umweltsenators Michael Müller treffen ganz Berlin, der seinen Staatssekretär Ephraim Gothe im letzten Monat durch einen durch- setzungsstärkeren Lütke Daldrup ersetzt hat.

Kleingartenanlagen sind Orte der DASEINSVORSORGE, die die Lebensqualität beeinflus- sen. Sie dienen der Grundversorgung der Bevölkerung.

Kleingartenanlagen stehen für

  • Verbesserung des Klimahaushalts (Ökosystemdienstleistungen wie Frischluft- schneise, Kühlung)
  • Verbesserung des Naturhaushalts (Ökosystemdienstleistungen wie Erhalt der Artenvielfalt, die rasant abnimmt durch die fortlaufende Grünvernichtung)
  • Verbesserung der Wohnqualität (grünes Umfeld)
  • Soziale und Integrationsfunktionen (Wahrung des sozialen Friedens)
  • Bildungsmöglichkeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Soll sie ihnen ge- nommen werden? (Woher kommt das Obst und Gemüse? Aus dem Supermarkt?)
  • wichtiger Teil der Berliner Stadtkultur und Alltagskultur
  • Kleingärten als Medizin (Erholung / Gesundheit)

Kleingärten sind ein historisch gewachsenes Kulturgut; sie wurden von unseren Vorvä- tern erkämpft. Die Kolonie Oeynhausen blickt auf eine 110-jährige Tradtion zurück!
Der Baumbestand von 150 Bäumen pro Hektar in Berliner Kleingartenkolonien ist enorm. Insgesamt sollen 1500 Bäume neben vielen besonders und streng geschützten Tieren wie Wildbienen, Fledermäuse, Igel für einen amerikanischen Investor den Baggern zum Opfer fallen. Dieser Verlust ist kaum wohnortnah auszugleichen.

Kleingärten sind GEMEINGUT, das parzelliert wurde und mittels Unterpachtverträgen individuell gestaltet werden kann. Kleingärtner nehmen die Pflege ÖFFENTLICHEN Grüns wahr und bezahlen dafür noch. Das Land Berlin nimmt jährlich circa 6 Millionen Euro Kleingartenpachten ein. Kleingärten werden von der Verwaltung kontrolliert (z.B. auf Einhaltung der kleingärtnerischen Nutzung).

Es gibt genügend Flächenpotentiale in Berlin für Wohnungsbau und Gewerbe. Grünan- lagen müssen dafür nicht geopfert werden.

Damit die Politik begreift, dass wir Berliner unser Grün erhalten wollen, muss dieser Bürgerentscheid ein Signal setzen und gewonnen werden.
Möchten Sie dabei tatkräftig helfen? Infomaterial gibt es unter:
www.baeume-oder-beton.de/?page_id=130

Bitte informieren Sie alle Ihre Verwandten, Freunde und Bekannten über diesen Bürgerentscheid und motivieren Sie die Charlottenburg-Wilmersdorfer unter ihnen, an der Abstimmung mit teilzunehmen und mit JA zu stimmen!

Abstimmungsberechtigt sind alle zur Bezirksverordnetenversammlung Wahl- berechtigten, also alle Einwohner ab 16 Jahren mit der Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedsstaates und Erstwohnsitz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf seit mindestens drei Monaten.

Besten Dank für Ihre Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Paul

www.baeume-oder-beton.de

 


VON: ANGELIKA PAUL






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