„Die Menschenwürde war unantastbar steht jetzt auf meine Stirn geschrieben"

09.03.14
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Das freigeistige Wort zum Sonntag, den 09.03.2014 von Birgit Kühr

Mit dem Gesetzt Hartz IV (SGB II und SGB XII) wurden ab dem 01.01.2005 Millionen von Menschen einfach aus der Gesellschaf ausgeschlossen. Das sind alles keine Personen mehr, Nein Sie werden jetzt als Bedürftige und Bedarfsgemeinschaften bezeichnet. Diese Bedürftigen darf man auch ganz legal versklaven, demütigen, ausbeuten, schikanieren, ausspionieren  und mit Dreck bewerfen. Diese Bedürftigen werden auch ganz bewusst und mit voller Absicht gefügig gemacht. Bei dem kleinsten Vergehen, gibt es Sanktionen. Die sogenannten Nuller die drei Sanktionen hintereinander haben, erhalten dann gar nichts mehr. Das kann zum Verlust der Krankenkasse, Stromabschaltung, Verlust der Wohnung und vieles mehr führen.

 

Ach Lebensmittelgutscheine heißt das "Zauberwort" was man dann beantragen kann. Hatten wir das nicht schon einmal in der Nachkriegszeit? Ach da muss ich wohl etwas verwechseln. Die heutigen Lebensmittelscheine können nur in bestimmte Läden gegen Lebensmittel eingetauscht werden. Diese müssen auch mit einmal aufgebraucht werden und Wechselgeld gibt es auch nicht. Ein Bedürftiger muss auch immer verfügbar sein, dass heißt er darf die Stadt nicht ohne Abmeldung beim Jobcenter verlassen. Nennt man so etwas nicht Gefangener im offenen Strafvollzug? Ein Politiker hatte sogar mal die geniale Idee und wollte alle Hartz IV- Empfänger elektronische Fußfesseln anlegen. Ein anderer Politiker meinte Mal die Arbeitslosen könnten doch die Rattenplage in Berlin beseitigen und pro gefangene Ratte 1,- Euro verdienen. Andere waren der Meinung solchen Abschaum wie die Arbeitslosen sollte man das Wahlrecht entziehen. Das waren nur ein paar Beispiele, aber die Aussage, nur wer arbeitet soll auch essen, war auch nicht schlecht.

 

Für jedes bisschen muss ein Arbeitsloser um Erlaubnis fragen. Die Wohnung muss angemessen sein, das Auto sollte nur noch einen Schrottwert haben. Jeder einzelne Cent der auf ein Konto von einem Hartz IV- Empfänger eingezahlt wird, kann als Einkommen angerechnet werden. Die totale Überwachung kann passieren, wenn sie jemanden beobachten lassen. Da werden Nachbarn ausgehorcht, unangemeldeter Hausbesuch von der ARGE steht vor der Tür, oder man beobachtet einfach, wie oft jemand Besuch bekommt. Die Schlangen bei den Tafeln werden immer länger und die Obdachlosenheime reichen schon lange nicht mehr. Aber da arbeitet man ja schon an eine geniale Idee, nachts können die Obdachlosen ja in Schulen schlafen, somit wären die Gebäude voll ausgelastet.

 

Viele Betroffene wollen ihre Angehörigen nicht mehr zur Last fallen und nehmen sich freiwillig das Leben. Andere zerbrechen unter den ständigen Druck und geben sich selber auf. Die Dunkelziffer der vielen Suizide durch Hartz IV ist unbekannt. Viele fragen sich schon, wann wird der Tag kommen, wo sie uns alle am Stadtrand hinter Stacheldraht einzäunen lassen. Ich glaube dieser Tag wird nicht kommen. Die Regierenden haben nämlich Angst, dass wir uns zusammen rotten. Jede Regierung hat nämlich nur so viel Macht, wie wir es zulassen. Wenn wir uns alle zusammen schließen würden, könnten wir die Regierenden eine furchtbare Angst machen..

 

"Dieses Land braucht Widerstand" Unter diesem Motto arbeitet auch unser Forum "Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau."  . http://www.soziales-netzwerk-bgs.de   

 

Birgit Kühr

 

Hinweis zu "Das freigeistige Wort zum Sonntag": Die Idee besteht darin, daß ausgehend von einem Zitat eine kurze Meinungsdarstellung verschiedener Autoren veröffentlicht wird, über die dann diskutiert werden kann.

 

Die Redaktion liegt bei Andreas Krödel. Das bedeutet, daß an seine Adresse

(an-kroedel@t-online.de)

jederzeit unter der Bemerkung "WzS - Entwurf", Texte gesendet werden können und diese dann zeitlich eingeordnet in der Freidenker-ML jeweils am Sonnabend oder Sonntag veröffentlicht werden. Aktive Vielfalt ist erwünscht. Für die Texte ist der jeweilige Autor selbst verantwortlich.

Dargestellte Meinungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.







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