Weise verhöhnt ältere Erwerbslose

25.05.11
SozialesSoziales, News 

 

von BAG Hartz IV

Forderung nach Kürzung der Bezugsdauer von ALG I ist nicht hinzunehmen

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat eine Abschaffung des verlängerten Arbeitslosengeldes für ältere Erwerbslose gefordert. Weise begründet dies nach einer dpa - Meldung damit, dass es keine Anreize geben dürfe, früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen.

„Angesichts der Tatsache, dass nur 27 % der 60jährigen und Älteren Vollzeit erwerbstätig sind, ist die Begründung für die Forderung, ältere Erwerbslose noch schneller in die Armut zu schicken, einfach nur zynisch.“  erklärt Werner Schulten, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV und Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN.

„Herr Weise gaukelt uns vor, es sei wünschenswert, aus einem normalen Arbeitsverhältnis auszusteigen, um zwei Jahre lang nur noch 60 % des bisherigen Nettoeinkommens zu erhalten, mit der gleichzeitigen Androhung, fast jeden Job annehmen zu müssen, und danach Suppenküchen aufsuchen zu müssen, um sich halbwegs vernünftig ernähren zu können. Eine solche Zukunft als Anreiz zu bezeichnen, ist eine Verhöhnung älterer Erwerbsloser, die nach 40 Arbeitsjahren und mehr dank der massiven Rentenkürzungen der letzten Jahre nicht nur von Altersarmut bedroht sind, sondern wohl auch am meisten unter ihrer Erwerbslosigkeit leiden. Zum wiederholten Male disqualifiziert sich Weise als Leiter dieser Behörde und outet sich als Verfechter einer neoliberalen Politik, dem die menschenverachtenden Einschnitte bei Erwerbslosen noch nicht weit genug gehen. Ich fordere Herrn Weise ein weiteres Mal auf, zurückzutreten, um Platz zu machen für einen Vorstand, der seiner Aufgabe gerecht wird, die Bundesagentur für Arbeit entsprechend der Aufgabenstellung zu leiten.“



VON: BAG HARTZ IV






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