Diskriminierung tötet, HIV nicht

01.12.14
SozialesSoziales, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember erklären Jasper Prigge, queerpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen und Frank Laubenburg, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Queer der Partei DIE LINKE in NRW:

„Noch immer haben Flüchtlinge im Anerkennungsverfahren und Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus auch in NRW keinen ordentlichen Zugang zum Gesundheitssystem. Noch immer werden in den NRW-Justizvollzugsanstalten keine sauberen Spritzbestecke an Häftlinge ausgegeben, um die Mär vom drogenfreien Knast aufrecht erhalten zu können. Noch immer sind schwule Männer vielfältigen Diskriminierungen ausgesetzt und erleben die Stigmatisierung HIV-infizierter Menschen besonders deutlich. Immer wieder werden schwule Männer, Prostituierte und drogengebrauchende Menschen als Virenschleudern diffamiert und kriminialisiert.

Wir sagen ganz klar: Wer AIDS überwinden will, muss Diskriminierung und Stigmatisierung beenden. Die Einführung einer anonymen Krankenkassenkarte für illegalisierte Menschen und Asylbewerber*Innen gehört ebenso dazu wie die Entkriminialisierung des Drogenkonsums und ein Verzicht auf alle Pläne der Kriminialisierung von Prostitution.

Kein Mensch muss an AIDS sterben, der HI-Virus tötet nicht mehr, die medizinischen Therapiemöglichkeiten haben sich hervorragend entwickelt.

Aber durch Ausgrenzung und Stigmatisierung haben viele Menschen auch in NRW entweder keinen Zugang zum Gesundheitssystem oder scheuen den Weg zum HIV-Test und zu Ärzt*Innen. Wir wollen – da sind sind wir uns mit der Deutschen AIDS-Hilfe einig – AIDS in Deutschland bis 2020 überwinden. Notwendig ist dazu vor allem eine emanzipatorische Politik, für die DIE LINKE kämpft. 365 Tage im Jahr, auch am heutigen Welt-AIDS-Tag.“







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