Bevölkerungsmehrheit für Rentensicherheit vor Altersarmut

04.09.13
SozialesSoziales, Wirtschaft, TopNews 

 

von Reinhold Schramm (Bereitstellung)

DGB-Umfrage: Beitragssenkung unerwünscht

Die große Mehrheit lehnt die von der Bundesregierung initiierten Rentenbeitragssenkungen ab. 84 Prozent wollen die aktuellen Beitragssenkungen nicht, sondern befürworten das Verbleiben der Überschüsse in der Rentenkasse, um die Altersvorsorge zukunftssicher zu gestalten.

Die Bundesregierung hat eine Senkung des Rentenbeitrags von 19,6 auf 18,9 Prozent durchgesetzt. Für das nächste Jahr würde eine weitere Senkung auf 18,4 Prozent anstehen. Jedoch quer durch alle Parteien gibt es eine große Mehrheit, die eine Reserve und stabile Renten will.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach mahnt die Bundesregierung: „Die Beitragssenkungen widersprechen den demografischen Herausforderungen, weil die notwendigen Spielräume zur Stabilisierung künftiger Renten pulverisiert werden.“

Aufgeschlüsselt nach Altersklassen entschieden sich bei den 14- bis 29-Jährigen 84 Prozent gegen die Reduzierung der Rentenbeiträge, bei den über 60-Jährigen sind es 88 Prozent. 85 Prozent der Hauptschulabsolventen sind gegen eine Senkung, ebenso 90 Prozent derjenigen mit Abitur oder abgeschlossenem Studium.

Annelie Buntenbach sagt: „Die Parteien, allen voran die CDU/CSU, sollten sich nicht länger von dem Irrglauben leiten lassen, sie könnten die Menschen in Deutschland mit einer Senkung der Rentenbeiträge ködern.“

Mehrheit gegen Beitragssenkung

Insgesamt: 84 Prozent

Nach Parteipräferenz:

Anhänger der CDU/CSU: 84 % (2012: 80 %)

SPD: 91 % (2012: 86 %)

FDP: 81 % (2012: 62 %)

Linke: 76 % (2012: 90 %)

Bündnis-Grün: 92 % (2012: 89 %)

(Vgl. Forsa-Umfragen im Auftrag des DGB vom 21./22.8.2012 sowie vom 26./27.8.2013.)

Quelle: DGB-Einblick: Gewerkschaftlicher INFO-Servive Nr. 15 vom 2.9.2013
http://einblick.dgb.de/ausgaben


VON: REINHOLD SCHRAMM (BEREITSTELLUNG)






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