„Jedes Kind hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit!“


04.05.20
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Von TDF

Internationales Bündnis fordert zum „Weltweiten Tag der Genitalen Selbstbestimmung“

Der Jahrestag des Kölner „Beschneidungsurteils“ wird am 7. Mai erneut als „Welttag der Genitalen Selbstbestimmung“ gefeiert. Den Aufruf dieses internationalen Bündnisses unterstützen über 60 Kinder-, Menschen- und Frauenrechtsorganisationen sowie Ärzteverbände aus 13 Ländern auf fünf Kontinenten. Aufgrund der Corona-Epidemie werden die Kundgebungen u.a. in Köln, San Francisco, Washington, New York City, Kenia und Uganda dieses Jahr komplett ins Internet verlegt: Vom 4. bis 8. Mai erscheinen täglich Video-Statements von VertreterInnen der beteiligten Organisationen in den sozialen Netzwerken und in folgender YouTube-Playlist.

Darunter: - Beiträge von Mitgliedern des Bündnis „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ - Beiträge von Mitgliedern des Deutschen Bundestages -     - Beiträge vom BVKJ - Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V., von Droit au Corps (Frankreich und Francophonie), von der Lobby für Mädchen e.V., von der Säkularen Flüchtlingshilfe, von Jews Against Circumcision (USA), VMMC-Experience-Project (Kenia), Future Choices (Großbritannien), von Ann-Marlene Henning (Sexologin, u.a. ARTE) und viele mehr.

Sie fordern in ihren Statements, dass alle Kinder unabhängig von Geschlecht und Genital gleich vor jeglichen medizinisch nicht indizierten oder rituellen Genitaleingriffen zu schützen sind. Sie berufen sich dazu auf die UN-Kinderrechtskonvention Artikel 2 (Schutz vor Diskriminierung), Artikel 3 (Vorrang des Kindeswohls) und Artikel 24, Absatz 3 (Abschaffung schädlicher Bräuche). Zudem verkünden TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V., Projekt 100% MENSCH und MOGiS e.V. - Eine Stimme für Betroffene zu diesem Anlass die Verlängerung ihrer gemeinsamen Aufklärungskampagne "Mein Körper - unversehrt und selbstbestimmt".

Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V.: "Mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen sind weltweit von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Dieser traumatische Eingriff bringt lebenslange gesundheitlichen Folgen mit sich. Weltweit ist besonders die zunehmende Medikalisierung des Eingriffs z.B. durch Operationen in Krankenhäusern besorgniserregend, damit wird dieser verharmlost und akzeptiert. Für TERRE DES FEMMES bleibt und ist diese Tradition schwerwiegende Gewalt an Mädchen und eine patriarchale Praxis, die dazu dient, die Sexualität von Frauen zu kontrollieren. Mädchen und Frauen müssen selbstbestimmt und frei über ihre Sexualität entscheiden!“

Victor Schiering, Vorsitzender von MOGiS e.V. - Eine Stimme für Betroffene: "Der Jahrestag des Kölner Urteils steht dafür, sich immer wieder den hohen Maßstäben unteilbarer Kinderrechte zu stellen. Für Betroffene ist er weltweit ein Signal des Mutmachens geworden, nicht mehr weiter zu schweigen und füreinander einzustehen. Die Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ findet sich so im jährlich wachsenden Aktionsbündnis des 7. Mai wieder. Nur ein gerechter, also ein für alle gleich geltender Schutz, ist ein starker Kinderschutz.“

Projekt 100% MENSCH g UG betont durch Geschäftsführer Holger Edmaier: "Manchen Kindern aufgrund des Genitals weniger Schutz zuzusprechen als anderen, widerspricht elementaren Grundrechten. Und wer kann sagen, dass das Kind ein Junge ist? Nur weil es einen Penis hat? Es könnte auch ein trans* Mädchen oder intersexuell sein!"

Mehr Infos zur Kampagne finden Sie unter www.unversehrt.eu

 

 

 







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