Für die Gesundheit: Klimawandel aufhalten statt verwalten

08.11.19
SozialesSoziales, Politik, Umwelt, News 

 

"Im Hinblick auf die Thematik der Gesundheitsauswirkungen des Klimawandels besteht bei der Bundesregierung durchaus Problembewusstsein", begrüßt Sylvia Gabelmann, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Unterausschuss für Globale Gesundheit, die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu diesem Thema. Gabelmann weiter:

"Über Folgen wie Extremwettererscheinungen, Hitze, Dürre, Überschwemmungen oder Waldbrände wirkt sich der Klimawandel direkt auf die menschliche Gesundheit aus. Auch veränderte Bedingungen für vektorübertragene Krankheiten und Pollenausbreitung oder die negativen Auswirkungen auf Wasser und Luft gefährden zunehmen die Gesundheit. Doch nach eigenen Angaben liegen der Bundesregierung hierzu keine validen Prognosen für die Morbidität und Mortalität, die durch den Klimawandel verursacht oder verstärkt werden können, vor. Ebenso teilt das Gesundheitsministerium mit, dass die Bundesregierung keine systematische Prognostizierung der gesundheitlichen Folgekosten, die bis 2050 durch den Klimawandel entstehen, durchführt. Im Forschungsbereich nennt sie existierende Projekte und Vorhaben verschiedener Ministerien, die einzelne Erkrankungen untersuchen, doch die Forschungsförderung zum Thema Gesundheitsfolgen des Klimawandels insgesamt hinkt hinterher.

Positiv ist es, dass die Bundesregierung bis Herbst 2020 einen neuen Aktionsplan zur Deutschen Anpassungsstrategie erarbeitet. Doch Anpassungsstrategien allein genügen nicht. Sie bürgen die Gefahr die Folgen des Klimawandels lediglich zu verwalten statt zu versuchen ihn zu stoppen. Auch das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung, auf das sie sich in der Vorbemerkung der Anfrage bezieht, ist ineffektiv, unsozial und ignoriert gesundheitsbezogene Aspekte. Es fehlt an einer umfassenden Strategie, die den Klimawandel als eine bedeutende Herausforderung für die Gesundheit begreift. Die bestehende Wirtschaftsweise ist maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich. Das Wohlergehen der Menschen muss das Leitmotiv sein", schlussfolgert Gabelmann.

 







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