Miethaie zu Fischstäbchen: Aktion für bezahlbaren Wohnraum am 29.4.2017


Bildmontage: HF

26.04.17
SozialesSoziales, NRW, TopNews 

 

Von DIE LINKE. Aachen

„Jeder Mensch braucht eine Wohnung, aber in Aachen wird Wohnen zu einem Luxus, den sich nicht jeder leisten kann: In keiner anderen größeren Stadt in NRW gab es im vergangenen Jahr einen so starken Preisanstieg. Wie sollen sich Menschen mit niedrigem Einkommen, Familien oder gar alleinerziehende Mütter hier noch eine Wohnung leisten?“, sagt Agi Schwedt, Sprecherin des Kreisverbands DIE LINKE Städteregion Aachen.

Mit ihrer bundesweiten Aktion fordert DIE LINKE deshalb „bezahlbaren Wohnraum für Alle“. Auch in Aachen wird der Kreisverband der LINKEN am Samstag, dem 29. April, zwischen 10:00 bis 13:30  mit einer Flugblattverteilung und einem Miethai am Theaterplatz der Forderung Nachdruck verleihen.

Die Ursachen der dramatischen Wohnungsnot sind hausgemacht: Es fehlen aufgrund des Niedergangs des sozialen Wohnungsbaus bundesweit derzeit über vier Millionen Sozialwohnungen, davor wurde schon 2009 im Aachener Sozialentwicklungsplan eindringlich gewarnt. Die Zahl der Sozialwohnungen ist bundesweit in den letzten Jahren dramatisch gesunken: Zwischen 2002 und 2013, d.h. innerhalb von zehn Jahren, sind fast eine Million Sozialwohnungen weggefallen. Die Mietpreisbindung ist ausgelaufen und die Vermieter können die Mieten massiv erhöhen. Außerdem wurden zahlreiche Wohnungen von der öffentlichen Hand privatisiert, d.h. an Unternehmen verschachert, die damit möglichst viel Geld verdienen wollen.

„Doch statt nach jahrzehntelanger Untätigkeit endlich etwas dagegen zu unternehmen, sinkt der Bestand an Sozialwohnungen ungebremst weiter: um jährlich 50.000 bis 80.000. Und wer auf Besserung durch den gegenwärtigen Bauboom hofft, wird bitter enttäuscht. Denn wenn gebaut wird, sind es fast ausschließlich teure Luxuswohnungen. Nur fünf Prozent der Neubauten sind laut aktuellen Studien bezahlbar für Durchschnittsverdiener - das reicht natürlich vorne und hinten nicht“, kritisiert Schwedt.

„Deshalb wollen wir die bestehenden Sozialwohnungen erhalten und den sozialen Wohnungsbau neu starten. In den nächsten vier Jahren müssen bundesweit eine Million neue Sozialwohnungen entstehen und zwar dauerhaft und bezahlbar.

Außerdem müssen Mieterhöhungen endlich wirksam begrenzt werden, die Mietpreisbremse der Großen Koalition hat versagt. Die Spekulation mit Immobilien, Leerstand und Luxusmodernisierungen müssen drastisch eingedämmt werden. Nur so können sich junge Familien, Alleinerziehende, Studierende, Normalverdiener und Menschen mit geringen Einkommen eine Wohnung in Aachen leisten“, erklärt der LINKE Fraktionsvorsitzende im Aachener Stadtrat, Leo Deumens. „Im Rahmen unserer Kampagne „Das muss drin sein“ gegen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen organisieren wir dafür hier vor Ort und bundesweit Aktionen. Wir freuen uns auf viele Mitstreiter, denn das Thema Wohnen geht uns alle an.“







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