Schneller Arzttermin gegen Bezahlung führt zu Drei-Klassen-Medizin

10.12.14
SozialesSoziales, Politik, News 

 

„Dass Ärzte 40 oder gar 70 Euro für einen schnelleren Behandlungstermin kassieren, ist nicht hinnehmbar. Alle Patientinnen und Patienten haben Anspruch auf einen zeitnahen Arzttermin, nicht nur Privatversicherte und Selbstzahler. Kassenpatienten dürfen nicht zu Patienten dritter Klasse gemacht werden!“ moniert Kathrin Vogler, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte der Bundestagsfraktion DIE LINKE anlässlich Berichten der Verbraucherzentrale NRW, dass Ärzte ihre Sprechstundentermine regelrecht verkaufen. Vogler weiter:

„Es kann nicht angehen, dass Arztpraxen nur für 20 Stunden in der Woche Termine an gesetzlich Versicherte vergeben und sich den Rest der Woche freihalten für lukrative Privatpatienten oder Selbstzahler. „Komfort-Sprechstunden“ für jene Kassenpatienten, die nicht wochenlang warten können und dafür zig Euro aus eigener Tasche drauflegen müssen, haben in Kassenarztpraxen nichts zu suchen. Wenn die Ärzteschaft solche Umtriebe nicht selbst unterbindet, muss der Bundestag dem per Gesetz einen Riegel vorschieben.

Ich sehe auch nicht, dass dies für ein auskömmliches Einkommen notwendig wäre. Über 10.000 Euro monatlich brutto nach Abzug der Praxiskosten sollten als durchschnittliches Arzteinkommen wohl reichen. Es ist wohl eher eine 'gefühlte Armut', die Mediziner zu solchen Praktiken greifen lässt.“







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