Gelungener Auftakt zwischen Adlon und Brandenburger Tor


Bild: D. Aman

16.07.15
SozialesSoziales, Bewegungen, Berlin 

 

Von Diana Aman

Am 15. Juli war Ralph Boes nach bereits 2 Wochen Hungern erstmals öffentlich am Pariser Platz anzutreffen. Im Geiste einer Kunstperformance sitzt Ralph Boes nun jeden Abend zwischen 19 – 22 Uhr an einem Tisch mit zwei Stühlen – bereit zum Gespräch. Der erste Tag war ein großer Erfolg. Viele Passanten  haben die Gelegenheit genutzt und ihre Fragen gestellt.

Das Adlon im Blick, das Brandenburger Tor im Rücken und rechts die Akademie der Künste, umringt von Schaulustigen, Unterstützern und Medien, auf dem Tisch eine stilvolle Wasserkaraffe, zwei Gläser und Ralph Boes mit seinem markanten roten Schal. In diesem Ambiente kam es zu zahlreichen Gesprächen mit interessierten Bürgern, die von Ralph Boes erfahren konnten, warum er schon über zwei Wochen im Sanktionshunger ist und was das bedeutet.
Da das Jobcenter dem bewusst widerständigen Ralph Boes seit über 3 Jahren die Leistungen verweigert, zieht er die Konsequenzen. Das, was tausendfach hinter verschlossenen Türen geschieht, macht Ralph Boes öffentlich. Er prangert die Kürzungspolitik des Sozialsystems an und hat nur durch Darlehen von Unterstützern überleben können. Nachdem das Sozialgericht Gotha, die durch Boes in Auftrag gegebene Richtervorlage, welche die Verfassungswidrigkeit der Sanktionen in SGBII belegt,  nach Karlsruhe weitergereicht hat, um den Sachverhalt durch das Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen, sieht Boes keine Legitimation mehr, Darlehen anzunehmen.
Er ist bereit sein Leben einzusetzen, um aufzuzeigen, wie weit sich der Staat inzwischen vom Grundgesetz entfernt hat.
Im Zuge der Aktion sollen auch verantwortliche Politiker und der ehemalige Geschäftsführer der Arbeitsagentur, Heinrich Alt, zum Gespräch an Ralph Boes‘ Tisch geladen werden.







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