Pflege ist keine Ware

21.08.13
SozialesSoziales, Wirtschaft, Rheinland-Pfalz, News, Politik 

 

"Der neuerliche Pflegeskandal in Mainz-Finthen zeigt deutlich die skandalösen und menschenunwürdigen Auswüchse der wettbewerblichen Ausrichtung des Pflegemarktes. Die jetzt geäußerten Pläne des rheinland-pfälzischen Sozialministers Alexander Schweitzer (SPD), nun per Gesetz Einsicht in Bilanz und Rechnungslegung von Pflegekonzernen nehmen zu wollen, ist dabei nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Konsequent wäre es, Pflege endlich als Daseinsvorsorge zu begreifen und deshalb als öffentliche soziale Dienstleistung zu organisieren," so Kathrin Senger-Schäfer, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Direktkandidatin in Mainz für die Bundestagswahl 2013. Senger-Schäfer weiter:

"Mit Einführung der Pflegeversicherung wurde entschieden, dass private und frei-gemeinnützige Pflegeeinrichtungen einen Vorrang vor öffentlichen Einrichtungen haben sollen. Außerdem ist bewusst dafür gesorgt worden, dass die Pflegeeinrichtungen im Wettbewerb stehen. Doch wo schwarze Schafe der Pflegebranche dazu verleitet werden, Gewinnmaximierung und Rendite über das Menschen- und Gemeinwohl zu stellen, läuft etwas verkehrt. Markt und Wettbewerb tragen nicht dazu bei, dass sich gute Pflegequalität durchsetzt. Verschärft werden solche Zustände durch eine soziale Pflegeversicherung, die nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten abdeckt und damit die finanziellen Ressourcen für die pflegerische Versorgung streng limitiert. Deshalb ist es notwendig, die soziale Pflegeversicherung, gerecht finanziert durch die solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung, hin zu einer Vollversicherung in der Pflege weiterzuentwickeln."

www.senger-schaefer.de

 







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