Es wird Zeit, die Verteilungsfrage zu stellen.


Bildmontage: HF

31.12.17
SozialesSoziales, Debatte 

 

Von Reinhold Schramm

»Debatte sozialer Wohnungsbau. Es geht auch ohne Bagger. Der Schrei nach mehr Neubau ist nicht die Antwort auf Wohnungsknappheit und steigende Mieten.«

Vgl. Tageszeitung, taz.de *

Kommentar

Fakten?

Kein Ende der Mietkostenexplosion zu erwarten!

Nur für die menschenwürdige Unterbringung von 1,8 Millionen Flüchtlingen und 300.000 Obdachlosen, nur alleine in Deutschland, werden bereits zusätzlich 600.000 Wohnungen und eine entsprechend dazugehörige Infrastruktur benötigt. Das entspricht ungefähr dem Aufbau einer Großstadt im Umfang von Hamburg und Frankfurt am Main. Nur hierfür liegen die voraussichtlichen Kosten bereits heute bei wenigstens 250. Milliarden Euro. Es wäre an der Zeit, dass sich die Parteien, das Parlament und die (neue) Bundesregierung endlich hierfür auf den Weg macht!

Auch diese zusätzlich notwendigen Baumaßnahmen werden die allgemeinen Mietkosten, insbesondere in den Stadtregionen der Bundesländer, weiterhin in die Höhe treiben!

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Es gibt allerdings eine Lösungsmöglichkeit, ohne die Erwerbsbevölkerung und die sozial Armen noch weiter zu belasten. Man müsste nur die Vermögenden, Kapitaleigentümer’innen und Erbschafts-Reichen heranziehen. Verfügen doch die oberen 10 Prozent der Bevölkerung in der BRD über mehr als 70 Prozent aller Kapital- und Privatvermögen. Sie wären durchaus in der Lage die gesamten Kosten für die kommenden Jahre zu übernehmen.

 

* Vgl. Tageszeitung, taz.de: Debatte sozialer Wohnungsbau. Es geht auch ohne Bagger. Kommentar von Bernward Janzing. »In Deutschland, um erst einmal die Faktenlage abzustecken, gibt es heute mehr Wohnraum als je zuvor – auch pro Kopf der Bevölkerung gerechnet. Mit gut 46 Quadratmeter für jeden Bewohner des Landes liegt der Wert auf dem höchsten Stand in der Menschheitsgeschichte, 10 Quadratmeter höher als noch vor 30 Jahren. {...} Zeit also für einen gedanklichen Schnitt, und zwar einen radikalen. Zeit, das Thema Wohnungsnot einmal von der anderen Seite her zu diskutieren, nämlich aus Sicht der Verteilung. Wo in der Summe ohne Zweifel genug Wohnraum da ist und trotzdem viele Menschen keinen finden, liegt die Schlussfolgerung auf der Hand, dass der Wohnraum vor allem falsch verteilt ist

www.taz.de/!5469866/#bb_message_3570243

 

31.12.2017, Reinhold Schramm







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