Getötete Zivilisten in Afghanistan: Ereignisse von 2010 rückhaltlos aufklären

10.07.14
PolitikPolitik, Internationales, News 

 

Zur Recherche des ARD-Magazins MONITOR, die Bundeswehr verschweige zivile Opfer ihrer Kampfoffensive von 2010, erklärt Tobias Pflüger, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Wenn die Monitor-Recherche stimmt - und sie erscheint mir glaubwürdig - dann wurden bei der Operation "Halmazag" der Bundeswehr im Jahr 2010 bis zu 27 Zivilisten in Afghanistan getötet. Die Bevölkerung in Deutschland wurde darüber nicht informiert, es wurde sogar behauptet, es gäbe keine Erkenntnisse über zivile Opfer. Das ist ein skandalöser Vorgang und es zeigt wieder einmal: Die Wahrheit stirbt im Krieg zuerst.

Auch bei der Bombardierung in Kundus mit bis zu 140 Toten verschwieg das Verteidigungsministerium zunächst die toten Zivilisten.

Es ist nicht hinnehmbar, dass das Ministerium nun die Antworten auf die Fragen von MONITOR verweigert. Die Bevölkerung in Deutschland hat ein Recht auf Informationen zu diesem Krieg. Die Ereignisse von 2010 müssen rückhaltlos aufgeklärt werden, Ministerin von der Leyen ist hier in der Pflicht, die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

DIE LINKE hat den Afghanistan-Krieg immer abgelehnt. Er wurde nie im Interesse der afghanischen Bevölkerung geführt, sondern im geostrategischen Interesse der beteiligten NATO-Staaten. Der Einsatz in Afghanistan ist gescheitert. Die Bundeswehr hat in Afghanistan nichts zu suchen. Die Soldaten müssen endlich vollständig abgezogen werden.







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