Ausgemerzt!

16.01.21
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Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

"Gott sei Dank", muss man wohl bei der CDU sagen, dass der Schiefhals mit dem schrägen Blick und Millionen im Sack nicht zum CDU-Parteivorsitz aufgestiegen ist. Es ist auch für einen Normalbürger schier unvorstellbar, dass ein Mann mit solcher beruflichen Vergangenheit und Einstellung in eine führende Position einer christlichen Partei berufen werden kann. Partner bei der US-Großkanzlei Mayer Brown, Mitglied des Aufsichtsrats von HSBC (HongKong-Shanghai-Banking-Corporation), einer Bank, die in bis heute ungeklärter Tiefe in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt ist, und last but not least Aufsichtsratschef des deutschen Ablegers von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter. Zu seinen Tätigkeiten und Machenschaften in diesen und anderen Positionen seiner beruflicheh Laufbahn bleiben peinliche Fragen bis heute von ihm unbeantwortet und harren der Aufklärung. "Die CumEx-Geschäfte sind der wohl größte Steuerbetrug in der Geschichte der Bundesrepublik gewesen. Es waren viele Kanzleien und Banken auf unterschiedliche Weise beteiligt".

Mit der Wahl des rheinischen Katholiken Armin Laschet kommt es nun zu der hochbrisanten Situation, dass in NRW über 40 Spezialisten zusätzlich eingestellt worden sind, um die bisher eher laschen Untersuchungen zu CumEx und CumCum zu aktivieren. Da kann Laschet beweisen, ob es weiter so lasch zugehen soll, oder ob dieser Steuerskandal endlich radikal ausgemerzt wird, um Vertrauen zu schaffen. In der CDU ist die Sache mit dem Parteivorsitz erst einmal klargestellt. Kein CEO, kein Vorstandsvorsitzender. Ausgemerzt!







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