Deutsche Aggressions- und Gewaltopfer in Afghanistan.


Bildmontage: HF

15.12.09
PolitikPolitik, Internationales 

 

Auch französische Isaf-Soldaten hätten "19 Afghanen mit Kopfschuss hingerichtet", weil sie wie "Taliban" ausgesehen hätten. 

Von Reinhold Schramm 

Der Bremer Weser Kurier berichtete bereits am 28. November 2009: Der Bremer Rechtsanwalt Karim Popal* hatte Material über 179 zivile Opfer des Nato-Beschusses bei Kundus präsentiert. Popal und drei Berufskollegen vertreten Hinterbliebene der Opfer und gehen von 137 Toten, 20 Verletzten und 22 Verschollenen aus. Durch den Angriff auf die Tanklaster wurden 91 Frauen zu Witwen und 163 Kinder zu Waisen. Fünf weitere Tote wurden von den Anwälten den Taliban zugerechnet.
Die Anwälte verfügen über 78 Vollmachten von verletzten Opfern und Hinterbliebenen. Nach dem durch die deutsche Bundeswehr veranlassten Bombardement habe Rechtsanwalt Popal gegenüber dem Weser Kurier behauptet, dass die Bundeswehr eine Übersicht über die zivilen Opfer verhindern wollte.
Während seiner letzten Afghanistan-Reise bekam Rechtsanwalt Popal Morddrohungen von einem gewissen Mullah Hassan, der sich als Taliban ausgab. Die deutsche Bundeswehr holte ihn aus seinem Hotel und brachte ihn ins deutsche Feldlager.
Der Weser Kurier berichtete: Der afghanische Abgeordnete Safi aus dem Kabuler Parlament forderte Rechtsanwalt Popal auf, sich auch um andere schreckliche Vorfälle zu kümmern. Safis Vorwurf: In der Provinz Kapisar hätten die französischen Isaf-Soldaten 19 Afghanen mit Kopfschuss hingerichtet. Weil sie, zitiert Popal den Abgeordneten, wie Taliban ausgesehen hätten. [1]

Aus einem Kommentar im Weser Kurier: "Es ist die traurige Dimension der Tragödie, dass sich dortige Staatskriminelle, zu denen auch der Halbbruder Karsais mit seinem Tonnen von Opium auf seinen Grundstücken gehört, völlig unbehelligt von Justiz und Polizei an diesem Konflikt bereichern."


*Anmerkung zur Person: Rechtsanwalt Karim Popal stammt aus Afghanistan. Er spricht die Sprachen Dari, Paschtu und Farsi. Seit mehr als drei Jahren bemüht er sich um den Justiz-Aufbau - und unterrichtet Staatsanwälte, Richter und Anwälte in Afghanistan.
Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Bremen ist er seit 1992 als Rechtsanwalt zugelassen.
RA Karim Popal ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Aufenthaltsrecht des Bremischen Anwaltsvereins, Mitglied im Deutschen Anwaltsverein, Justitiar ausländischer Vereine - u.a. der Dachorganisation Schura Bremen und des Moslemrats - und vertretungsberechtigt an allen bundesdeutschen Gerichten.

Quelle: [1] Weser Kurier am 28.11.2009: "Bremer Anwalt Popal streitet für die Opfer von Kundus".
WK: http://www.weser-kurier.de/Artikel/News/Politik/Inland/72013/Bremer+Anwalt+Popal+streitet+fuer+die+Opfer+von+Kundus.html

Erinnerung an den Völkermord in Vietnam:
Unmittelbar nach dem Verbrechen versuchten führende Offiziere, das Massaker zu vertuschen. Als Hauptmann Ernest Medina am 15 März 1968 die Einheiten auf die am nächsten Tag anstehende Operation in der Provinz Quang Ngai einstimmte, sprach er vom "Ausflug nach Pinkville", bei dem es darauf ankomme, seinen "gesunden Menschenverstand" zu gebrauchen und ein Gebiet zu säubern, "in dem Charly nichts verloren hat".
In My Lai waren nach offizieller Darstellung rund 20 Zivilisten im Rahmen von Kampfhandlungen gegen den "Vietcong" unbeabsichtigt ums Leben gekommen.
Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_My_Lai







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