Die SPD ist billig zu haben


Bildmontage: HF

04-02-18
PolitikPolitik, Debatte 

 

Von Reinhold Schramm

»Das Problem der deutschen Sozialdemokratie sind digitalschnullernde Nachwuchsfunktionäre*innen, die nach dem Kindergarten nie mehr eine Schaufel in der Hand hatten.« – »Parteibücher und markige Performances als Bergarbeiter sind etwas für SPDler von gestern.« – »Geben Sie mal „SPD“ und „Neueintritte“ bei der Suchmaschine Ihrer Wahl ein – Sie werden überrascht sein. Von Flensburg bis Saarbrücken, überall neue Mitglieder, während zugleich überall und in allen Tonlagen das Ende der Sozialdemokratie heraufbeschworen wird.«

Vgl. Leser-Kommentare, taz.de *

Kommentar

"Die SPD ist billig zu haben" - für das Finanz- und Monopolkapital.

Vor Jahren erklärte mir ein junger Praktikant in einer Berliner Klinik, er wäre noch am überlegen, ob er wegen seiner beabsichtigten Karriere doch noch Mitglied bei der SPD werden würde.

Eben, die Spezialdemokratische Parteiführung Deutschlands (SPD) macht es der gutbürgerlichen und karrierebewussten Jugend vor. Nur könnte es bei dem anstehenden Gerangel um die Partei- und Beamtenposten noch ganz eng werden, sollte die Wirtschaft nicht für ihre Sozialpartner*innen entsprechend gut-geschmierte Lobbyposten zur Verfügung stellen.

Aber die Geschäftsleitungen der Kapitalgesellschaften könnten durchaus Spezial- und Integrationsarbeiter*innen mit Partei- und Parlamentserfahrung für ihre Personalabteilungen und Aufsichtsgremien gebrauchen. Zumindest für die gegenwärtige führende SPD-Generation wäre die materielle Zukunft in der Industrie und deren staatsmonopolistischen Lobbyverbindungen noch gesichert.- Oder etwa doch nicht mehr?

* Vgl. Tageszeitung, taz.de am 03.2.2018: Kommentar. Die SPD ist das neue Netflix. Ein Abo bei den Sozialdemokraten. Ihre Wählerstimmen werden weniger, ihre Mitglieder werden mehr. Die SPD ist billig zu haben und man muss sich ja nicht ewig an sie binden. Kommentar von Martin Reichelt. »Eine Partei ist ja schließlich keine Schicksalsgemeinschaft. –  Versuchen Sie es doch einfach mal mit einem Probemonat.«

www.taz.de/!5479471/#bb_message_3586900

 

03.02.2018, Reinhold Schramm

 







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