Vorschlag für eine NAO-Organisationsstruktur


Bildmontage: HF

10.01.12
OrganisationsdebatteOrganisationsdebatte, Netzwerk, SoKo 

 

Von SoKo

Liebe GenossInnen, liebe FreundInnen der SIB-Initiative,

im Arbeitsausschuss der Sozialistischen Kooperation (SoKo) [1] sind wir übereinstimmend der Auffassung, daß die Initiative für eine ‚Neue antikapitalistische Organisation' (NAO) in der Form eine partei- und strömungsübergreifende radikaldemokratische Organisationsstruktur besitzen sollte.

Wir unterstützen die SIB-Initiative [2], auch wenn wir als Kollektiv in einzelnen, wenigen Aspekten mit dem ‚Na-endlich-Papier' vom März letzte Jahres nicht vollständig konform gehen. Wir unterstützen im Großen und Ganzen dessen Essentials und teilen vor allem die Motivation der GenossInnen der SIB.

Unserer Ansicht nach muß eine antikapitalistische Organisation heute auf dieser inhaltlichen Grundlage und auf Breite angelegt sein. Mit der folgenden Skizze eines einfachen Organisationsmodells möchten wir verdeutlichen, was wir darunter verstehen.
Die folgenden Überlegungen basieren auf der Annahme, daß der Aufbau einer antikapitalistischen Kraft heute in Deutschland einerseits organisatorische Verbindlichkeit aufweisen muß, andererseits aber die inhaltlichen Differenzen beteiligter Personen und Organisationen ernst genommen werden müssen und nicht "per Beschlußlage" zu regeln sind.
Zugleich muß nach innen und außen eine größtmögliche Offenheit und Attraktivität erarbeitet werden, die sich nicht im Alltagstrott administrativer Politikmuster verliert.

Basiseinheit: "Sozialistischer Club...(+ Regionalbezeichnung.) "

Als Basis-Körperschaft vor Ort schlagen wir den "Sozialistischen Club.." vor. Dort kann jede/r die Mitgliedschaft erwerben, die mit einem geringen monatlichen Beitrag verbunden ist.
Die Mitglieder leisten ihre politische Arbeit in mindestens 14-tägigen Mitgliederversammlungen gemäß der örtlichen Übereinkünfte und im Rahmen der Programmatik der Gesamtorganisation.
Nach einem noch festzulegenden Delegiertenschlüssel wählen die Clubmitglieder ihre Delegierten zum zentralen Sprecherrat.

"Zentraler SprecherInnenrat"

Der "Zentrale Sprecherrat" wird durch die Delegierten der "Sozialistischen Clubs" gebildet, trifft sich in halbjährlichem Turnus und kommuniziert währenddessen über einen gesonderten Verteiler.
Er vertritt die Organisation auf zentraler Ebene nach außen und faßt alle politischen und organisatorischen Beschlüsse. Er trägt die Verantwortung für zentrale Kampagnen, Werbematerialien, Kongresse, Konferenzen und Publikationen.
Zur organisatorischen Abwicklung seiner Aufgaben wählt der "zentrale Sprecherrat" einen "Arbeitsausschuss".

"Arbeitsausschuss"

Der Arbeitsausschuss wird für die laufende Arbeit eingerichtet und erfüllt die Funktionen eines Organisationssekretariats, ist dem "Zentralen Sprecherrat" jederzeit rechenschaftspflichtig und kann nur im Rahmen der Beschlüsse tätig werden.
Er soll in enger Kooperation mit den Clubdelegierten seine Aufgaben erfüllen.
Er erstellt einen internen in mindestens monatlichem Zyklus erscheinenden Rundbrief mit Berichten aus der Clubarbeit, Problemen der laufenden Arbeit und politischen Stellungnahmen. Dieser Rundbrief ist jedem Mitglied auf geeignete Weise zugänglich machen.
Der Arbeitsauschuß soll eine angemessene Netzpräsenz betreiben und kommuniziert intern über den Verteiler des ‚Zentralen SprecherInnenrats'.

Arbeitsausschusses der SoKo, 09.01.2012
 
[1] Vgl. unter www.sozialistische-kooperation.de
[2] Vgl. die Diskussion im blog u.a. unter http://arschhoch.blogsport.de/







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