Grundsanierung der August-Bebelstraße in Sprendlingen: Die Interessen der Radler müssen stärker in den Fokus kommen

08.01.19
HessenHessen, News 

 

Von Bürger für Dreieich

Dreieich, 8. Januar 2019. "Jede anstehende Grunderneuerung von Straßen in Dreieich sollte der Idee einer wirklichen Mobiltätswende verpflichtet sein. Das heißt im Klartext, dass der nicht motorisierten Fortbewegung wie dem Radfahren oder dem zu Fuß gehen konsequent entsprechender Raum gewährt werden muss."

"Auch der Platz für den ruhenden motorisierten Verkehr muss auf ein Mindestmaß reduziert werden, da ja jeder Haushalt per Stellplatzsatzung bereits über Raum verfügt, um einen PKW abzustellen." Davon zeigt sich Natascha Bingenheimer, Fraktion Bürger für Dreieich, überzeugt.

"Die Planungen zur anstehenden Baumaßnahme in der August-Bebelstraße in Dreieich Sprendligen unterliegen unserer Auffassung nach ebenfalls diesen Anforderungen. Wir unterstützen somit die kürzlich durch den ADFC Dreieich veröfffentlichte Forderung, dass der aktuelle Planungsstand zur August-Bebelstraße stark nachbesserungsbedürftig ist im Hinblick auf eine Reduzierung der Zahl der Parkplätze. Ein ausgereifter Fahrradstreifen sollte ebenso selbstverständlich sein."

"Es ist eine gute Idee, die viel befahrene Achse August-Bebelstraße zu verengen und zur Fichtestraße hin mit einem Kreisel auszustatten, denn dies sind geeignete Maßnahmen, um den PKW-Verkehr zurück zu drängen."

"Unsere Fraktion ist überzeugt: Jedwede infrastrukturelle Maßnahme im Bereich des Straßenverkehrs soll und wird sich zukünftig daran messen lassen müssen, ob und inwieweit die Interessen aller Verkehrsteilnehmer angemessen berücksichtigt worden sind. Eine Verlängerung des status quo, der die Interessen der Automobiltät affirmativ bedient, ist somit nicht zielführend."

"In einer 2018 veröffentlichten Studie des Kasseler Verkehrswissenschaftlers Pro. Dr.-Ing. Carsten Sommer zu der Frage 'Welche Kosten verursachen verschiedene Verkehrsmittel wirklich?' wird festgestellt, dass in einer Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen der Rad- und Fußverkehr regelrecht einen Gewinn bringt, da er wenig Infrastrukturinvestitionen voraussetzt, keine Emissionen und Lärm verursacht, mit wenig Unfallrisiken einhergeht und erheblich zur Gesundheitsprävention und damit zur Vermeidung von Krankheitskosten beiträgt.' Auch der ÖPNV schneidet hier sehr gut ab."

Links:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#textpart-5

https://www.adfc-dreieich.de/adfcd_Planung_ABS_2019







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