Elterntaxis vermeiden: Fraktion Bürger für Dreieich wünscht Prüfung von Alternativen wie gemeinsame Laufgruppen im Bereich der Dreieicher Grundschulen

07.01.19
HessenHessen, News 

 

Von Bürger für Dreieich

Dreieich, 07.01.2019. „Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. ‚Helikoptereltern‘ trauen es sich und ihren Kindern nicht mehr zu, ein paar Schritte ohne Aufsicht unterwegs zu sein. Obwohl Kinderrechtler und Verkehrsexperten ausdrücklich vom Elterntaxi abraten, bringen auch in Dreieich Eltern ihren Nachwuchs vermehrt mit dem PKW direkt vor den Eingang der
Schule.“ Dies erklären Natascha Bingenheimer und Tino Schumann von der Fraktion Bürger für Dreieich.

„Dies führt zu gefährdenden und unübersichtlichen Situationen vor den Grundschulen, Mitschülerinnen und Mitschüler werden gefährdet und die Kinder letztendlich der Möglichkeit beraubt, kurze Wege selbständig zurückzulegen und sich ausreichend zu bewegen. Dabei gibt es oftmals die Alternative zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren.“„Wir haben einen Antrag in den nächsten Gremienlauf eingebracht, in dem diese Thematik abgehandelt werden soll und schlagen vor, dass der Magistrat beauftragt wird in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden und Ansprechpartnern aktiv Schritte einzuleiten, um die Situation rund um die Elterntaxis im Bereich der Grundschulen in Dreieich zu verbessern.“„Ein Beispiel könnte das Projekt Schulexpress abgeben, ein System von Laufgemeinschaften, die an Treffpunkten im nahen Umkreis der Schule starten und zu Fuß zur Schule gehen. Dafür gibt es so genannte Schulexpress-Haltestellen. In einem Radius von rund einem Kilometer um die Grundschulen werden dabei Haltestellen eingerichtet, an denen sich die Erst- und Zweitklässler zu Laufgruppen treffen, um von dort mit ihren Freunden die Schule zu erreichen. So wird das Parken und Rangieren im Bereich der Schule vermieden und der Verkehr verteilt sich im Einzugsgebiet der Schule. Es werden auch überflüssige Autokilometer umgangen. Jedes Auto, das im Bereich der Schule parkt, beeinträchtigt die Sicht der Kinder, die die Straße überqueren wollen. Und jedes Auto, das vor der Schule rangiert, stellt eine potenzielle Gefahrenquelle für die Schüler dar.“„Schulexpress ist inzwischen in mehr als 120 Schulen in Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Berlin und selbst in Österreich unterwegs.“

Eine weitere Möglichkeit oder Variante wird zur Zeit in Rodgau ausprobiert, der Laufbus, bei dem die Kinder nach und nach zu einer Gruppe zu Fuß gehender Schüler hinzustoßen und sich so die Gruppe der Kinder nach und nach vergrößert.“

„Dies alles sind Möglichkeiten, um den Kindern zu mehr Selbständigkeit zu verhelfen und um ihnen beizubringen, dass es in vielerlei Hinsicht kontraproduktiv ist, jeden Meter mit dem Auto zu fahren.“


Zur Webseite:
http://www.schulexpress.de







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