Zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf: Stadt Dreieich soll Charta unterzeichnen

26.08.18
HessenHessen, News 

 

Von Bürger für Dreieich

Antrag der Fraktion Bürger für Dreieich

Dreieich, 26.08.2018. „Die zunehmende Alterung der Gesellschaft stellt uns vor besondere Herausforderungen. Davon ist die so genannte Sandwichgeneration in hohem Maße betroffen. Die Rede ist von mitten im Leben stehenden berufstätigen Menschen, die meist selber eigene Kinder haben, und deren Eltern in eine Lebensphase eingetreten sind, die oftmals eine pflegerische Betreuung notwendig macht.“

„Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist eine zentrale Herausforderung der Zukunft, und zwar für alle Unternehmen, sowohl private und öffentliche, als auch kleinere, mittlere und große Betriebe. Auch für die Kommunen als Arbeitgeber ist das Thema von Belang.“ Dies erläutern Natascha Bingenheimer und Tino Schumann für ihre Fraktion Bürger für Dreieich.

Aus diesem Grund haben das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, die AOK, die berufundfamilie Service GmbH und das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft unter dem Dach der Seniorenpolitischen Initiative Hessen „Beruf und Pflege vereinbaren — die Hessische Initiative“ ins Leben gerufen.

Die bundesweit einmalige Initiative stellt Beispiele aus der Praxis vor, klärt über Angebote auf und bietet konkrete Unterstützungsmaßnahmen an. Je schneller Beschäftigte tragfähige Pflegearrangements finden, desto eher können sie sich neben der Pflege auf Ihre Berufstätigkeit konzentrieren. Für die Arbeitgeberseite birgt das einen klaren Nutzen: Ein niedrigerer Krankenstand, die engere Bindung der Beschäftigten an den Arbeitgeber sowie die Stärkung des Image schaffen Wettbewerbsvorteile.

„Es gibt viele Möglichkeiten, wie Arbeitgeber ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen können. Vielfach ist jedoch nicht bekannt, welche Maßnahmen im eigenen Betrieb umgesetzt werden können und welche Unterstützungsangebote bereits vor Ort vorhanden sind.“

„Die Stadt Dreieich als Arbeitgeber sollte die Charta unterzeichnen, um ein Signal für die Unterstützung Pflegender und deren Angehöriger zu setzen“, regt die Fraktion in ihrem aktuellen Antrag an.

„Der Beitritt zur Initiative, welcher mit der Unterzeichnung der Charta erfolgt, ist vollständig gebührenfrei.“

„Seit 2013 sind der Charta insgesamt 174 Unternehmen und Organisationen beigetreten. In diesem Jahr wird der Beitritt von weiteren 40 erwartet.“

 

Weitere Informationen:
http://www.berufundpflege.hessen.de







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