GEW Hessen: Bildungsmisere lässt sich nicht aussitzen!

08.01.20
HessenHessen, News 

 

Von GEW-Hessen

In Anbetracht der bestehenden Probleme im Bildungsbereich haben die Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Hessen, Maike Wiedwald und Birgit Koch, die Pressekonferenz der Fraktionsvorsitzenden von CDU und GRÜNEN zum Landeshaushalt heute als Trauerspiel bezeichnet.

Große Sorge, so Koch, mache der GEW die Lage im Schulbereich: „Es fehlen schon jetzt an allen Ecken und Enden ausgebildete Lehrkräfte. Die Landesregierung versucht, dies so gut es geht zu verschleiern. Dabei wird sich dieser Zustand nach allen Prognosen in den nächsten Jahren weiter verschlechtern. An den allgemeinbildenden Schulen gilt dies insbesondere für die Grundschulen. Hier sollte Hessen endlich zur Besoldung nach A 13 wechseln. Sieben Bundesländer bezahlen ihre Lehrkräfte an den Grundschulen besser als Hessen oder haben dies angekündigt. Und auch die Mehrheit der A 12-Bundesländer entlohnt ihre Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen besser. Hinzu kommt, dass Hessen die höchste Pflichtstundenzahl aller Bundesländer aufweist. Unter diesen Bedingungen dürfte Hessen zukünftig noch größere Schwierigkeiten bekommen, seinen Lehrkräftebedarf zu decken.“

Maike Wiedwald verwies darauf, dass der Schulbereich durch die Umsetzung der Inklusion und dem — von der Landesregierung zumindest angekündigten — Ausbau des Ganztags vor der Aufgabe stehe, einen noch weiter steigenden Fachkräftebedarf in den kommenden Jahren zu sichern: „Wie dies geschehen soll, das ist das Geheimnis der Landesregierung. Hierauf haben CDU und Grüne im Rahmen ihrer heutigen Pressekonferenz auch nicht im Ansatz eine Antwort gegeben.“

Auch in anderen Bereichen des Bildungssektors sieht es nach Ansicht von Koch und Wiedwald nicht gut aus: „An den hessischen Hochschulen haben sich die Betreuungsrelationen erheblich verschlechtert, da der Anstieg der Hochschulbeschäftigten deutlich hinter der Erhöhung der Studierendenzahlen zurückbleibt. Und auch im Kita-Bereich werden die von der pädagogischen Forschung als angemessen geforderten Personalschlüssel nicht erreicht. Neben fehlendem Personal bestehen in vielen Kitas, Hochschulen und vor allem Schulen erhebliche bauliche Mängel. Nicht für eines der angesprochenen Probleme können CDU und GRÜNEN in Hessen eine tragfähige Lösung bieten.“







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz