Scharfe Kritik an der Änderung des Nahverkehrsplanes: Zum Wegfall dreier Haltestellen in Dreieichenhain

07.11.17
HessenHessen, News 

 

Von Bürger für Dreieich

Die Auswirkungen für Dreieich waren den Verantwortlichen bekannt

„Die negativen Auswirkungen der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes stellen keine Überraschung dar, auch für die Stadt Dreieich nicht. Umso mehr erstaunt es, dass die Beteiligten nun versuchen ihre Hände in Unschuld zu waschen.“ Dies stellt Natascha Bingenheimer von der Fraktion Bürger für Dreieich in der Dreieicher Stadtverordnetenversammlung fest.

„Die Vorlage passierte am 9.12.2015 den Kreistag in Dietzenbach, nachdem zuvor ein umfangreiches Anhörungsverfahren stattgefunden hatte, an dem auch die Kommunen beteiligt waren. Die Vorlage wurde mit großer Mehrheit vom Kreistag, darunter auch die Kreisabgeordneten der SPD und CDU, angenommen. Ich selbst habe auf der besagten Sitzung gegen den Plan votiert und engagiert dazu gesprochen. Es gibt aber andere Abgeordnete, die gleichzeitig im Kreistag sitzen, und die ein weiteres Mandat oder Amt in der Stadt Dreieich bekleiden, die den Plan Ende Dezember 2015 befürwortet haben.“

„Jetzt so zu tun, als sei zum Beispiel der Wegfall dreier Haltestellen in Dreieichenhain vom Himmel gefallen, ist nicht nachvollziehbar. Dies bezieht sich auf die so genannte ‚gestraffte Linienführung‘ der Linie 661." 

"Unserer Auffassung nach war und ist es absolut unzureichend, in Zukunft ein Anrufsammeltaxi anzubieten und aus der Bring- eine Holschuld zu machen, das heißt die Anwohner sind zu Recht erbost. Weitere Modifikationen der Linienführung auf den Strecken OF 64 und OF 67, die mangelhafte Anbindung an 'Randlagen' wie Offenthal, bergen zusätzliche unangenehme Überraschungen, die die Nutzer des ÖPNV sehr bald werden kosten dürfen.“

„Die Kreisverkehrsgesellschaft und auch die Stadtverkehre haben ein unausgewogenes Konzept erarbeitet, in dem zugunsten unter anderem der Schnellbuslinien Haltstellen wegfallen oder Strecken einfach gekappt wurden."

"Für den öffentlichen Nahverkehr muss mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, eine schlichte Umverteilung zu geringer Ressourcen hilft nicht weiter. Da macht es auch keinen Sinn, dass Vertreter des Kreistages, der Stadt, der Dreieicher Verkehrsbetriebe und der Kreisverkehrsgesellschaft die Entwicklung schön reden.“







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