Oskar Maria Graf – ein urbayrischer Anarchist

06.02.18
Baden-WürttembergBaden-Württemberg, News 

 

Von VVN-BdA Esslingen

Der 1894 am Starnberger See geborene Oskar Graf kam bereits mit 17 Jahren in Kontakt mit der Münchner Boheme und wurde Schriftführer der „Tat“, einer Gruppe um Erich Mühsam. Nach Teilnahme an einem Streik der Münchner Munitionsarbeiter verbrachte er eine Zeit im Gefängnis.

1933 floh er nach Wien und sein Exil führte ihn über Prag, die Niederlande und schließlich in die USA, wo er bis zu seinem Tode lebte.

Streitbar, auflehnend gegen die Obrigkeit, deshalb umstritten – so war Graf, dessen Todestag sich im letzten Jahr zum fünfzigsten Mal gejährt hat. Über seinen Roman „Das Leben meiner Mutter“ sagte er: "Wenn alle meine Bücher vergehen, dieses Buch schreibt mir keiner nach, und dieses Buch bleibt.“

Janka Kluge wird aus dem umfangreichen Werk Oskar Maria Grafs, das zu einem großen Teil in seiner oberbayrischen Heimat spielt, lesen, sein Leben beleuchten und auch eher unbekannte Aspekte des Autors herausarbeiten.

Seit Jahren gestaltet die gelernte Buchhändlerin und Literaturkennerin Janka Kluge sachkundige und abwechslungsreiche Literaturabende. Sie war bereits mit den Autoren Erich Mühsam, Friedrich Wolf, Bertolt Brecht und Peter Weiss bei der VVN-BdA Esslingen zu Gast.

So werden bekanntere und unbekanntere antifaschistische Autoren wieder ins Gedächtnis des Publikums gerufen oder erstmals erfahren.

Auch in diesem Jahr konnte sie gewonnen werden für eine der schon traditionellen Lesungen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Esslingen gemeinsam mit dem Buchladen Die ZeitGenossen.

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 22. Februar 2018 um 20 Uhr im Buchladen Die ZeitGenossen in der Esslinger Strohstraße 28

Der Eintritt ist wie immer frei, über Spenden freuen sich die Veranstalter.







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