Veranstaltung mit palästinensischem Regisseur in Stuttgart


Bildmontage: HF

16.03.14
Baden-WürttembergBaden-Württemberg, Internationales, Kultur 

 

von Palästinakomitee Stuttgart

Veranstaltung zum Tag des Bodens, 30. März, mit dem palästinensischen Regisseur Nidal Badarny

Der 30. März ist ein wesentliches Datum für den so genannten Nahostkonflikt und gewinnt zu- nehmend an Bedeutung.

Im Jahr 1976 sollte in Galiläa den palästinensi- schen Gemeinden ein weiteres großes Stück Land durch den israelischen Staat genommen und neu gegründeten israelischen Sied- lungen zugesprochen werden.

Die PalästinenserInnen riefen dagegen einen Generalstreik aus, den der Staat Israel blutig unterdrückte. Doch der Tag des Generalstreiks, der 30. März, blieb für die Paläs- tinenserInnen ein Symbol für den Widerstand, an dem jedes Jahr große Demonstrati- onen stattfinden. 

Im Film „30. März“ lässt Nidal Badarny die Menschen zu Wort kommen, die an den Pro- testen vom 30. März 1976 beteiligt waren. Eine wesentliche Rolle spielte u.a. auch Tawfiq Zayyad, Bürgermeister von Nazareth und palästinensischer Dichter.

Nidal Badarny ist in seiner Heimat ein bekannter Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und selbst politisch aktiv.

Die Veranstaltung findet in Stuttgart statt am:
Freitag, 28. März, um 19.30 Uhr im AWO-Begegnungszentrum, Ostendstraße 83, 70188 Stuttgart-Ost

Es gibt arabische Spezialitäten – Einlasss ab 18.30 Uhr

Nidal Badarny ist auf einer Rundreise in Europa unterwegs. Die Veranstaltungen finden statt in

Stuttgart, 28. März
München, Samstag, 29. März
Wien, Sonntag, 30. März,

Duisburg, Montag, 31. März,
Kassel, Dienstag, 1. April,
Paris, Mittwoch, 2. April,

Anschließend an den Film: Diskussion mit dem Regisseur und Schauspieler Nidal Badarny

Der palästinensische „Tag des Bodens" (Youm El Ard) erinnert an den ersten General- streik der Palästinenser in Galiläa am 30. März 1976 gegen die Beschlagnahmung (Landraub) von Land durch Israel. Die blutige Unterdrückung der Bewegung durch das israelische Apartheid-Regime forderte sechs Todesopfer.

Die darauf folgenden Massenproteste dauerten mehrere Monate und gelten als die erste Intifada. Sie stellten eine Wende in der Entwicklung des Widerstands der Palästinenser innerhalb der Grünen Linie von 1948 dar. Seither wird der Tag als Ausdruck des Widerstandswillens gegen den zionistischen Siedlerkolonia- lismus begangen.

Im Film „30.März"
lässt der palästinensische Regisseur und Schauspieler Nidal Badarny die Menschen zu Wort kommen, die an den Protesten vom 30. März beteiligt waren. Politische Aktivisten, Intellektuelle, Dichter und vor allem die Familien der sechs Todesopfer erzählen, was am 30. März 1976 geschah.

Nidal Badarny wurde 1984 im palästinensischen Dorf Arrabeh in Galiläa geboren. Er studierte Theater an der Universität von Haifa und hatte bisher mehrere Auftritte im arabisch-sprachigen Theater in Haifa und Galiläa. 2008 erhielt er beim Theaterfestival von Akka den Preis für den besten Schauspieler.

Bekannt wurde Badarny in Haifa und Galiläa als Stand-Up-Comedian. Sein Auftritt mit dem Titel „Im Stehen" ist heute eines der erfolgsreichten arabischen Kabarett-Stücke in der Region mit hunderten Aufführungen in den arabischen Ortschaften zwischen Nazareth, Jaffa und Haifa.

Nach zwei Kurzfilmen, „Villagers" und „Penalty Kick", ist der Dokumentarfilm „30. März" der erste lange Film Badarnys. Badarny ist politischer Aktivist in der Bewegung für einen säkularen demokratischen Staat im ganzen historischen Palästina

Palästinakomitee Stuttgart
c/o M. Kunkel
Rosengartenstr. 80
70184 Stuttgart

www.palaestinakomitee-stuttgart.de
www.facebook.com/PaKo.Stuttgart


VON: PALÄSTINAKOMITEE STUTTGART






<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz