Linke fordert qualifizierten Mietspiegel für Lüneburg

15.01.19
NiedersachsenNiedersachsen, News 

 

Von DIE LINKE. Lüneburg

Die Linksfraktion im Lüneburger Rat beantragt zur kommenden Ratssitzung die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels. Damit sollen Mieter die Möglichkeit haben, sich bei unberechtigten Mieterhöhungen wirksam wehren zu können.

Zu den Beweggründen erklärt ihr Fraktionsvorsitzender Michèl Pauly: "Derzeit sind Bewohner Mieterhöhungen um bis zu 15% oft schutzlos ausgeliefert. Solange Lüneburg keinen qualifizierten Mietspiegel hat, ist es für Mieter fast unmöglich, sich zu wehren. Vermietern genügt es, anhand von drei Vergleichswohnungen, die sie selbst auswählen, zu behaupten die Miete sei ortsüblich. Gerade bei Vermietern, die eine Vielzahl von Wohnungen besitzen oder verwalten und die gut vernetzt sind, ist es ein Leichtes drei teurere Wohnungen - oft aus dem eigenen Bestand - zu finden. Ohne frei zugängliche Daten, die auch länger laufende und oft günstigere Mietverträge miterfassen, haben Mieter kaum Chancen, eine Mieterhöhung zurückzuweisen. Wir fordern daher, einen qualifizierten Mietspiegel für Lüneburg zu erstellen, damit der Mietwucher bekämpft und Mieterrechte gestärkt werden können. Er allein wird die Wohnraumproblematik in Lüneburg sicher nicht lösen, dafür ist ein generelles Umsteuern notwendig. Doch er ist ein Instrument, auf das wir nicht verzichten können."

Der Antrag wird auf der kommenden Ratssitzung am 24. Januar auf der Tagesordnung des Rates stehen.







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